Baurekursgericht spricht sich gegen Planungszone in Zürich-West aus

Das Baurekursgericht hat sich gegen neue Sonderbauvorschriften auf dem Maag-Areal in Zürich-West ausgesprochen. Hätte der Entscheid Bestand, würde dies einem Bauprojekt zugutekommen, das den Abriss des Pfingstweidparkhauses vorsieht.

Schon die kantonale Baudirektion lehnte die Planungszone ab, wie die Bauherrin Welti-Furrer am Mittwoch mitteilte. Der Zürcher Stadtrat habe dies akzeptiert, die in der Nachbarschaft angesiedelte Stiftung Hamasil sei aber ans Baurekursgericht weitergezogen.
Laut Mitteilung hielt das Gericht die Stiftung nicht für einspracheberechtigt. Diese kann den Entscheid noch am Verwaltungsgericht anfechten.
Das Transportunternehmen Welti-Furrer plant auf dem Gelände neben den Maag-Hallen Neubauten mit rund 100 Wohnungen, Gastronomie und Gewerbe. Zudem soll es eine Einstellhalle und ein neues Parkhaus geben. Die neuen Gebäude würden neben einem bestehenden Neubau erstellt. Gegen das Baugesuch gingen ebenfalls Rekurse ein. Das Verfahren ist noch hängig.
Die Politik versuchte dem Projekt auf anderem Weg Einhalt zu gebieten. Das Stadtparlament überwies eine Motion, die eine Überarbeitung der geltenden Sonderbauvorschriften auf dem Areal forderte. Der Stadtrat arbeitete eine entsprechende Planungszone aus.
Damit sollte der Erhalt der Maag-Hallen sowie des Parkhauses und dessen Umnutzung möglich sein. Kritisiert wurde etwa, dass der Bau eines neuen Parkhauses gemäss alten Vorschriften möglich war. Ob die Planungszone je kommen wird, bleibt mit dem Gerichtsentscheid offen.
Auch um den Erhalt der Maag-Hallen zwischen Prime Tower und Parkhaus tobt ein juristischer Streit. Zuletzt stützte das Verwaltungsgericht deren Erhalt und sprach sich gegen ein Neubauprojekt von Swiss Prime Site aus.






