Stadt Zürich

    Zürich – Grünen-Nationalrat Glättli: Ja zur Klimafonds-Initiative

    Balthasar Glättli
    Balthasar Glättli

    Zürich,

    «Mit der Klimafonds-Initiative machen wir die Städte fit für die Zukunft», schreibt Grünen-Nationalrat Balthasar Glättli. Ein Gastbeitrag.

    Balthasar Glättli Nationalrat Grüne
    Balthasar Glättli ist seit 2011 Nationalrat der Grünen aus dem Kanton Zürich. - zVg

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am 8. März 2026 entscheiden die Schweizer Stimmbürger über die Klimafonds-Initiative.
    • Grünen-Nationalrat Balthasar Glättli plädiert für «Ja» zu dieser Initiative.
    • Mit dem Klimafonds könne die Schweiz resiliente und lebenswerte Städte gestalten.

    Die Klimakrise ist längst nicht mehr abstrakt. Wir spüren sie hautnah. Extremniederschläge überfluten unsere Strassen und Keller und zerstören die Infrastruktur. Hitzesommer mit Temperaturen von bis zu 40 Grad machen das Leben und Arbeiten zur Qual und schaden unserer Gesundheit.

    Meteoschweiz prognostiziert im Bericht Klima CH2025 hier eine massive weitere Zunahme. In Zürichs Innenstadtquartieren werden im Schnitt 29,5 Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grac Celsius erwartet – und jährlich über 17 Tropennächte, in denen das Thermometer nicht unter 20 Grad Celsius fällt.

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    In Zürichs Innenstadtquartieren werden laut Bericht Klima CH2025 im Schnitt 29,5 Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius erwartet. (Archivbild) - Keystone

    Es ist klar: Nichtstun wird teuer und schädlich. Sogar der Bundesrat erwartet Kosten von bis zu 34 Milliarden Franken durch Klimaschäden. Pro Jahr.

    Und der Vizedirektor des Bundesamts für Umwelt sagt klipp und klar: Mit den aktuellen Massnahmen werden wir unsere gesteckten Klimaziele massiv verfehlen.

    Was hilft? Die Wissenschaft ist sich einig: Länder wie die Schweiz müssen Geld in die Hand nehmen und investieren, um die Schäden der Zukunft zu verhindern. Mit Dekarbonisierung und Anpassungsmassnahmen, welche uns vor den Folgen der Klimakrise schützen.

    Das ist in unserem ureigenen Interesse. Was wir heute anpacken, verhindert die Kosten und Schäden von morgen. Und das kommt allen zugute.

    Klug vorsorgen

    Genau das ist das Ziel der Klimafonds-Initiative. Wie kluge Unternehmer investieren wir in unsere Infrastruktur für eine bessere Zukunft.

    Sei es bei der Energieversorgung mit erneuerbarem Strom: Das macht uns unabhängig von Öl, Gas und Uran aus Autokratien. Sei es mit mehr Grün im Siedlungsraum, was das Leben in Dörfern und Städten auch in Zukunft überhaupt erst erträglich macht.

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    Vom Ausbau der Wasserkraft durch frühere Generationen profitiert die Schweiz bis heute, konstatiert Balthasar Glättli. - Keystone

    Nötige Investitionen aufschieben kostet teuer: Wenn das Dach undicht ist, nehmen wir Geld in die Hand und holen den Dachdecker. Warten wir einfach ab, so müssen wir in Zukunft noch den Sanitär und den Elektriker holen und neue Möbel kaufen. Das kostet mehr.

    Vernünftig und nützlich

    Der Klimafonds ist ein Instrument vernünftiger Vorsorge. Wir fördern gezielt Investitionen, die uns doppelt und dreifach nützen: Energetische Gebäudesanierungen, der Ausbau von Fernwärme, Schwammstadtkonzepte und Schutz vor Überschwemmungen und Hitze.

    Das Resultat ist klar: Wir werden tiefere Heizkosten haben, tiefere Strompreise, besseren öffentlichen Verkehr und sichere Arbeitsplätze. Und wir werden auf häufige Starkregen und Hitzewellen vorbereitet sein.

    Keine Steuern und Abgaben

    Ich gebe es zu: Nichts ist gratis. Aber ausgewiesene Finanzexperten wie der ehemalige Vizedirektor der Schweizerischen Nationalbank Jean-Pierre Danthine bestätigen:

    Der Klimafonds ist das bessere Mittel, um unsere Finanzen langfristig im Lot zu halten, als stur an der rigiden Schuldenbremse festzuhalten.

    Wie stimmst du am 8. März 2026 über die Klimafonds-Initiative ab?

    Unsere Vorfahren haben gezeigt, wie es geht: Sie haben Milliarden in den Ausbau der Wasserkraft investiert, von der wir noch heute profitieren. Sie haben Milliarden in die Bahninfrastruktur gesteckt, die uns heute vernetzt und schnell und zuverlässig zu unseren Freunden, zur Familie und in die Skiferien bringt.

    Wir können heute mit dem Klimafonds das nächste Generationenprojekt anpacken und gesunde, resiliente und lebenswerte Städte gestalten: Mit dem Ja zum Klimafonds.

    Zum Autor

    Balthasar Glättli (*1972) ist seit 2011 Nationalrat der Grünen. Er ist Mitglied der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK-N) und der Staatspolitischen Kommission (SPK-N). Der studierte Philosoph und Germanist ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt mit seiner Familie im Zürcher Kreis 5.

    Kommentare

    User #200 (nicht angemeldet)

    Ähhhm, wie bereiten sich die Grünen auf die nächste Wahlschlappe in Serie vor?

    User #6151 (nicht angemeldet)

    In der Privatwirtschaft würde Glättli nicht einen Bruchteil seiner Bezüge als Politiker erhalten.

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