Andri Silberschmidt: Reformen statt noch höhere Steuern

Andri Silberschmidt
Andri Silberschmidt

Knonaueramt,

Andri Silberschmidt (FDP) warnt vor immer neuen Steuererhöhungen. In seinem Gastbeitrag plädiert er für Reformen statt neuer Abgaben.

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Andri Silberschmidt, Unternehmer und FDP-Nationalrat. - zVg

Die Kadenz, mit der in den vergangenen Wochen neue Steuererhöhungen beschlossen oder vorgeschlagen wurden, ist bemerkenswert. Das Parlament hat beschlossen, die 13. AHV-Rente über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zu finanzieren.

Zudem schlägt der Bundesrat zur mittelfristigen Stabilisierung der finanziell angeschlagenen AHV neue Steuererhöhungen vor. Und auch zur Nachrüstung der in den vergangenen Jahrzehnten sträflich vernachlässigten Armee will der Bundesrat die Mehrwertsteuer erhöhen.

Immer häufiger scheint die Antwort auf politische Herausforderungen dieselbe zu lauten: höhere Steuern. Diese verteuern den Alltag, schmälern die Kaufkraft und belasten insbesondere Haushalte mit tiefen und mittleren Einkommen besonders spürbar.

andri silberschmidt
Andri Silberschmidt. (Archivbild) - keystone

Immerhin konnte die FDP in der vergangenen Sommersession verhindern, dass die 13. AHV-Rente über höhere Lohnabgaben finanziert wird. Das wäre besonders problematisch gewesen.

Denn höhere Lohnabgaben hätten nicht nur die Arbeit verteuert, sondern auch dazu geführt, dass den Arbeitnehmenden am Ende des Monats weniger vom Lohn bleibt. Die Schweiz braucht eine solide Finanzpolitik.

Wir dürfen uns nicht daran gewöhnen, steigende Ausgaben reflexartig mit höheren Steuern oder Abgaben zu finanzieren. Das Erfolgsmodell der Schweiz beruht nicht auf einer Politik des ständigen Griffes ins Portemonnaie der Bürgerinnen und Bürger.

Findest du, dass der Staat zu häufig auf Steuererhöhungen setzt?

Es beruht auf finanzpolitischer Verantwortung und der Bereitschaft, strukturelle Reformen anzugehen, bevor neue Einnahmen gefordert werden. Steuererhöhungen mögen politisch der einfachste Weg sein. Sie sind aber nie alternativlos.

Wer die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz, die attraktiven Arbeitsplätze und die Kaufkraft der Bevölkerung langfristig sichern will, muss den Mut haben, Prioritäten zu setzen, Ausgaben kritisch zu hinterfragen und Reformen anzupacken, statt immer neue Rechnungen an die Steuerzahlenden zu schicken. Denn das Portemonnaie der Bevölkerung ist kein Selbstbedienungsladen.

Hinweis: Diese Kolumne ist zuerst im «Tagblatt der Stadt Zürich» erschienen.

Zum Autor

Andri Silberschmidt (*1994) ist Unternehmer und FDP-Nationalrat.

Kommentare

User #1411 (nicht angemeldet)

Hab einen Vorschlag wir kürzen den Gehalt unserer Politiker... weil für nichts tun brauchts doch auch kein Geld.

User #3477 (nicht angemeldet)

Ändert endlich einmal das "Steuer System" indem die Steuern direkt vom Lohn abgezogen werden, dann hat der Fiskus das nötige Geld zur Verfügung das ihm zusteht um die Aufgaben zu finanzieren?

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