Unter Namen Stéphanie Berger: Scharfe Kritik an Hotels und Anbieter

Bellender Hund, Self-Check-in und «Chaos» im Luxus-Hotel: Ein Google-Profil mit Stéphanie Bergers Namen teilt scharf aus.

Das Wichtigste in Kürze
- Unter dem Namen Stéphanie Berger finden sich zahlreiche Google-Rezensionen.
- Mehrere Bewertungen kritisieren Hotels, Hotelplan und Dienstleister scharf.
- Name, Bild und Inhalte deuten auf die Ex-Miss-Schweiz hin.
- Berger selbst wollte sich auf Anfrage nicht zum Thema äussern.
Ein bellender Hund im Nachbarzimmer, ein Zimmerwechsel ohne Aussicht und «Chaos» beim Check-in: Auf Google findet sich eine scharfe Rezension zu einem Aufenthalt im Grand Resort in Bad Ragaz SG.
Verfasst wurde sie unter dem Namen Stéphanie Berger. Das Profil trägt Name und Bild der Ex-Miss Schweiz und Comedian. Bestätigt ist die Urheberschaft aber nicht.
Auch andere Bewertungen fallen deutlich aus. Betroffen sind unter anderem Hotelplan, ein Costa-Brava-Hotel sowie ein Handwerksbetrieb.
Grand Resort Bad Ragaz: «Nicht angemessen»
In der Ein-Stern-Rezension über das Grand Resort Bad Ragaz schildert die Verfasserin ein enttäuschendes Geburtstagswochenende. Von drei gebuchten Wellnessbehandlungen sei zunächst nur eine bestätigt gewesen. Die restlichen Termine hätten erst nach Stunden geklärt werden können.
Auch die Pediküre für 180 Franken überzeugte offenbar nicht. Der Raum habe eher an eine Abstellkammer als an einen Wellnessbereich erinnert.
Hinzu kamen laut Rezension Frust beim Frühstück und Check-out. Für rund 2000 Franken sei das Erlebnis nicht angemessen gewesen.
Hotelplan und Ziel Costa Brava: Reise frühzeitig beendet
Deutlich kritisiert wird zudem das Hotelplan Reisebüro Rapperswil SG. Die Verfasserin schreibt, sie habe dort eine Reise ins Ziel Costa Brava gebucht. Entscheidend sei für sie ein ruhiges, hochwertiges Hotel gewesen.
Vor Ort sei die Enttäuschung aber gross gewesen. Das Zimmer sei dunkel und kalt gewesen und habe unangenehm gerochen. Der Essbereich habe eher an eine Jugendherberge erinnert.
Zudem habe es keinen klassischen Empfang gegeben, sondern Self-Check-in mit Armband. Das Erlebnis habe sich eher wie ein Freizeitpark als wie ein Premium-Hotel angefühlt.
Die Reise sei bereits am zweiten Tag abgebrochen worden.
In einer zweiten Rezension wurde das Zel Costa Brava direkt kritisiert. Auch dort schrieb die Verfasserin, die Bilder und Beschreibungen hätten nicht zur Realität gepasst.
Besonders scharf fiel zudem die Kritik am Umgang von Hotelplan mit der Beschwerde aus. Es habe «keine Einsicht, keine Verantwortung, keine Entschädigung» gegeben. Bezahlt worden seien rund 3000 Franken.
Probleme auch mit Handwerkern
Auch ein Handwerksbetrieb wird bewertet. In der Rezension geht es um den Austausch eines Spülbeckens.
Das gelieferte Produkt sei beschädigt gewesen. Beim ersten Termin sei zwar ein Wasserhahn montiert, das Spülbecken jedoch nicht korrekt abgedichtet worden.
Es folgten Verzögerungen von über zwei Wochen ohne verbindliche Rückmeldung. Am Ende habe die Verfasserin den Auftrag abgebrochen und einen neuen Sanitär beauftragt.
Parallelen zu früheren Aussagen
Mehrere Punkte sprechen dafür, dass es sich bei der Verfasserin um Stéphanie Berger handeln könnte. Das Google-Profil trägt ihren Namen und ihr Bild. Zudem passen Inhalte auffällig zu früheren öffentlichen Aussagen der Ex-Miss Schweiz.
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Im April 2025 berichtete Nau.ch über eine Spanien-Reise, die Berger vorzeitig abbrach. Damals kritisierte sie auf Instagram unter anderem Self-Check-in und ein kaltes und dunkles Zimmer.
In den Google-Rezensionen unter dem Namen Stéphanie Berger tauchen diese Punkte erneut auf.
Berger will sich nicht äussern
Nau.ch fragte Stéphanie Berger (48), ob das Google-Profil von ihr stammt und wie sie die Bewertungen einordnet.
Berger bestätigte die Urheberschaft nicht, dementierte sie aber auch nicht. «Ich werde mich zu diesem Thema nicht äussern», schreibt sie auf Anfrage.
Ihre Arbeit und öffentliche Positionierung würden sich auf andere Inhalte beziehen, weshalb sie hier bewusst keinen Kommentar abgebe.












