Security-Gewalt: SBB widerspricht Tamy Glauser nach Vorwürfen

Aus anfänglicher Wut ist Trauer geworden: Tamy Glauser zeigt sich nach dem Vorfall am Zürcher Hauptbahnhof entrüstet. Das Model überlegt, Anzeige zu erstatten.
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Das Wichtigste in Kürze
- Tamy Glauser erhob Gewaltvorwürfe gegen eine Mitarbeiterin der SBB-Security.
- Das Schweizer Model ging noch am Montagnachmittag zur Polizei.
- Die SBB hat den Vorfall mit den zuständigen Stellen mittlerweile geprüft.
- Brisant: Nicht in allen öffentlich geschilderten Punkten zeigt man sich einig.
«Es geht mir okay, ich bin einfach traurig», sagt Tamy Glauser (41) gegenüber Nau.ch.
Das Model berichtete am Montag von einem Zwischenfall mit der SBB-Security, welcher sich am Zürcher Hauptbahnhof abgespielt haben soll.
Gewaltvorwürfe gegen SBB-Security-Frau
In einer Instagram-Story erhob sie schwere Vorwürfe gegen eine Angestellte des Sicherheitspersonals. Diese sei sie grundlos angegangen.
Als sie sich nach deren Namen erkundigte, bekam sie keine Antwort. Glauser wollte darum ein Foto machen, woraufhin die Situation völlig eskalierte.
«Zuerst wollte sie mir das Handy aus der Hand schlagen. Dann hat sie mich gepackt», schilderte die 41-Jährige.

Tamy Glauser will SBB-Personal sensibilisieren
Mittlerweile hat Tamy den Schock ein wenig verdaut. Nach anfänglicher Wut verspürt sie nun vor allem Trauer, wie sie auf Anfrage erklärt.
Sie sei traurig, «dass allein meine Existenz zu solchen Aggressionen führen kann».

«Ich gehe mit nur guten Intentionen durchs Leben und möchte niemandem etwas Böses. Darum kann ich nicht nachvollziehen, dass mir solche Sachen passieren», so das Schweizer Model.
Von der SBB habe sie bislang nichts gehört. «Ich rechne auch nicht damit», meint sie.
Tamy war vor allem eines wichtig: Beschwerde einreichen, um das SBB-Personal ein wenig zu sensibilisieren. Denn: «Nur weil man anders aussieht, ist man nicht einfach direkt schuldig», betont sie.
«Dann schaue ich, ob ich eine Anzeige mache»
Wie es in dem Fall nun weitergeht, ist unklar. Am Montagnachmittag erklärte die 41-Jährige gegenüber Nau.ch, dass sie zur Polizei gehen wird. «Dann schaue ich, ob ich eine Anzeige mache.»
Da die SBB-Security-Mitarbeiterin ihren Namen nicht verraten wollte, werde sich die Anzeige wohl gegen Unbekannt richten. «Aber da habe ich die Infos auch noch nicht, da kenne ich mich zu wenig aus», so Glauser.
Darum löschte sie das Foto der Mitarbeiterin
In der ursprünglichen Version des Videos teilte Tamy Glauser ein Foto der betroffenen SBB-Sicherheits-Angestellten. Später verschwand der Clip und wurde schliesslich neu auf Instagram hochgeladen – ohne Bild von der Mitarbeiterin.
Tamy erklärt nun, warum sie das ursprüngliche Video gelöscht hat.
«Menschen machen Fehler. Und ich schiesse ungern gegen Frauen, darum habe ich gefunden, das Bild muss weg.»
Es habe sich einfach nicht richtig angefühlt. Die Geschichte wollte sie jedoch trotzdem erzählen, betont sie.
SBB: Schilderungen «decken sich nicht»
Auf Anfrage von Nau.ch bestätigte die SBB, von den auf Instagram geschilderten Vorwürfen zu wissen. Man nehme diese sehr ernst, hiess es in einer Stellungnahme am Montag. Den geschilderten Ablauf jedoch weder bestätigen noch dementieren.
Mittlerweile wurde der Vorfall mit den zuständigen Stellen geprüft, heisst es am Dienstagnachmittag auf Nachfrage. Glausers Schilderungen unterstützt die SBB nur zu Teilen: «Unsere bisherigen Erkenntnisse decken sich nicht in allen Punkten mit den öffentlichen Schilderungen des Vorfalls.»
Und nun? Wichtig sei es, die Einzelheiten möglichst im direkten Austausch mit der betroffenen Person zu klären, schreibt die SBB weiter. Ob man bereits Kontakt zu Tamy Glauser aufgenommen hat, ist bisher unklar.
Gleichzeitig sei ihnen der Schutz der Persönlichkeit ihrer Mitarbeitenden wichtig, erklärte die SBB am Montag. «Öffentliche Anprangerungen einzelner Personen tragen nicht zu einer sachlichen Klärung bei. Ohne Einwilligung der gefilmten Person dürfen Aufnahmen nicht im Internet publiziert werden. Ausnahmen sind Personen der sogenannten Zeitgeschichte oder Amtspersonen, wozu das SBB-Personal nicht zählt.»








