Zürich: ETH-Professorin – «Privatsphäre ist kein Alles oder nichts»

Verena Zimmermann forscht an der ETH Zürich zu Sicherheit und Privatsphäre. Die Psychologin erklärt, warum KI Phishingmails immer überzeugender macht.

Verena Zimmermann ist Professorin für Sicherheit, Privatsphäre und Gesellschaft am Departement Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften der ETH Zürich.
Wir hinterlassen ständig Daten, wenn wir uns in der digitalen Welt bewegen, oft, ohne die Folgen abschätzen zu können. Privatsphäre ist für mich kein «Alles oder nichts», sondern eine laufende Abwägung.
Sie arbeiten als Psychologin an der Schnittstelle zur Informatik. Was reizt Sie daran?
Mich fasziniert das Spannungsfeld von Mensch und Technik. Ob eine Interaktion gelingt, hängt stark vom Kontext und den beteiligten Personen ab. Ein Cybersicherheitstraining für Kinder unterscheidet sich grundlegend von einem für Mitarbeitende eines Atomkraftwerks – genau diese Unterschiede machen das Feld so spannend.
KI ermöglicht immer schnellere und überzeugendere Angriffe, etwa täuschend echte Phishingmails. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein, dass Cybersicherheit interdisziplinär gedacht werden muss. Wenn wir technische, psychologische und gesellschaftliche Perspektiven zusammenbringen, entstehen bessere Lösungen.




