Stadt Zürich

35 Jahre Pflege: Historische Gärten als grüne Wunderkammern

Nau.ch Lokal
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Zürich,

Seit 35 Jahren bewahrt und entwickelt Zürich die historischen Gärten. Ein neues Buch zeigt sie als «grüne Wunderkammern» zwischen Denkmalpflege und Klimawandel.

Das Zürichhorn in der Stadt Zürich.
Das Zürichhorn in der Stadt Zürich. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Zürich berichtet, engagiert sie sich seit 35 Jahren mit der Fachstelle Gartendenkmalpflege dafür, dass historische Gärten und Anlagen nicht nur erhalten, sondern sorgfältig weiterentwickelt werden. Zum Jubiläum zeigt ein neues Buch, warum diese Arbeit zwischen Denkmalwert, Klimawandel und Nutzungsdruck für die Lebensqualität zentral ist.

Historische Parks und Anlagen sind in Zürich mehr als gestaltete Grünräume: Sie erzählen Stadtgeschichte, bieten Erholung und übernehmen wichtige ökologische Funktionen.

Seit 1989 – als Zürich als erste Schweizer Stadt ein rechtskräftiges Inventar historischer Gärten und Anlagen einführte – setzt sich die Fachstelle Gartendenkmalpflege von Grün Stadt Zürich für deren Erhalt, denkmalgerechte Pflege und qualitätsvolle Weiterentwicklung ein.

Gartendenkmalpflege im Spannungsfeld

«Die Gartendenkmalpflege bewegt sich heute im Spannungsfeld zwischen Denkmalwert, Nutzungsdruck, Klimawandel und gesellschaftlichen Erwartungen. Sie ist keine Nische, sondern leistet einen zentralen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung, zur Erinnerungskultur und zur Lebensqualität», sagt Christine Bräm, Direktorin von Grün Stadt Zürich.

Gartendenkmalpflege bedeute, zu vermitteln, abzuwägen und vorauszudenken – damit Geschichte und Gegenwart zusammenfinden und gleichzeitig die biologische Vielfalt gesichert und gefördert wird.

Drei Perspektiven auf Zürichs historische Gärten und Anlagen

Anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Fachstelle veröffentlicht Grün Stadt Zürich im vdf Hochschulverlag die Jubiläumspublikation «Zürichs grüne Wunderkammern». Das Buch gliedert sich in drei Teile und lässt zahlreiche Experten zu Wort kommen.

Der erste Teil zeigt auf, welchen gesellschaftlichen und ökologischen Nutzen Gartendenkmalpflege heute hat. Zudem wird die Geschichte der Fachstelle vor dem Hintergrund eines bevorstehenden Generationenwechsels aufgearbeitet.

Wie historische Anlagen bewahrt werden

Der zweite Teil dokumentiert in eindrücklichen Bildstrecken den Wandel ausgewählter öffentlicher Anlagen wie Platzspitz, Arboretum oder Patumbah-Park seit der Einführung des Inventars 1989.

Dabei wird auch deutlich, wie wichtig spezialisiertes Handwerk für ihren Erhalt ist: etwa das Kunstschmieden von Toren und Zäunen oder das Pfropfen, bei dem Pflanzenteile zur Vermehrung und Veredelung von Baumsorten gezielt miteinander verbunden werden.

Der dritte Teil umfasst Beiträge von Personen, die täglich an der Gartendenkmalpflege mitwirken: von den Unterhaltsteams über die Gutachter bis hin zu Fachpersonen auf kommunaler und kantonaler Denkmalstufe sowie dem Heimatschutz.

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