Püntener schiesst HC Rychenberg Winterthur zum zweiten Sieg

HC Rychenberg setzt sich in einem intensiven Halbfinalspiel gegen Wiler durch. Noah Püntener trifft früh und entscheidet die Partie in der Verlängerung zum 2:0.

Wie der HC Rychenberg Winterthur mitteilt, hiess einer der vielen HCR-Helden der zweiten Halbfinalpartie der Playoffs Noah Püntener. 23 Sekunden nach Spielbeginn erzielte der wieselflinke Flügelstürmer den Führungstreffer.
Und es war dann gebürtigen Emmentaler vorbehalten, in der achten Minute der Verlängerung, seinen «Landsmännern» den finalen Todesstoss, den Sudden Death, zu verabreichen. Dazwischen lagen allerdings über 60 Minuten Spielzeit, wo sich der HCR zwischen Himmel und Hölle bewegte.
Die Ausgangslage vor dem Match war klar. Am Ostersamstag hatte der HCR den stolzen Rekordmeister und das – in SVWE-Eigenwerbung derart betitelt – «amtierende Halbfinalmonster» im ersten Halbfinalspiel gleich mit 6:1 gedemütigt.
Dementsprechend war von den Bernern eine wütende Reaktion zu erwarten. Wiler zeigte sich deutlich entschlossener und gewillt, die Scharte aus dem ersten Match auszuwetzen.
HCR unter Druck – Wiler dominiert phasenweise
Teilweise war nun ersichtlich, warum die Unteremmentaler Qualifikationssieger geworden sind. Selbst in der dritten Linie streiten sich noch arrivierte Nationalspieler um die Stammplätze.
Der HCR hatte hingegen mit der Absenz von Stürmerlegende Manu Maurer erneut einen gewichtigen Abwesenden zu beklagen. Auch Nico Mutter, welcher im ersten Match von einem Wiler-Spieler, ganz übel abgeräumt wurde, musste bald wieder verzichten.
Vor allem im Mitteldrittel drückte Wiler den Gashebel bis auf die Bodenplatte. Erstmals in den Playoffs in dieser Saison geriet der HCR in Rückstand und die bisher gezeigte, auch mentale Stabilität, geriet leicht ins Wanken – die Körpersprache war für eine kurze Phase nicht mehr über jeden Zweifel erhaben. Doch die Mannschaft raffte sich wieder auf und nahm das Wiler-Eigentor als Gastgeschenk zum Anschlusstreffer dankend entgegen.
Für Assistenztrainer und, ab kommender Saison, Neo-Headcoach Tero Kotilainen, war der Fall zur zweiten Pause klar. «Ab jetzt hat das Spiel nichts mehr mit Taktik zu tun. Wir brauchen eine wütende Reaktion, wenn wir dieses Spiel noch gewinnen wollen.» Landsmann Kari Koskelainen stellte sich dabei die Frage, «wieviel Energie noch in den Batterien ist».
Schiedsrichterentscheidungen sorgen für Diskussionen
Tatsächlich steckte einigen Winterthurer Leistungsträgern mittlerweile der Match vom Ostersamstag etwas in den Knochen. In der mit knapp gezählten 1950 Zuschauern komplett ausverkauften Axa-Arena waren viele Fans mit der Arbitrage der beiden Referees nicht zufrieden.
HCR-Headcoach Philippe Soutter nahm die beiden Unparteiischen aber etwas in Schutz. «Die Schiedsrichter waren und sind in solchen Spielen nicht zu beneiden. Die Intensität ist enorm.» Tatsächlich jedoch waren die Strafen- und Penaltypfiffe gegen den HCR sehr umstritten und generell wurde das Heimteam sicher nicht bevorteilt.
«Ich habe einige Szenen auch anders gesehen und habe die Refs nach dem Spiel gebeten, keinesfalls auf Verdacht zu pfeifen, sondern in so matchentscheidenden Szenen etwas zurückhaltender zu sein.»
HCR dreht Spiel und stellt auf 2:0 in der Serie
Lange Rede kurzer Sinn: bis zehn Minuten vor Spielschluss hatte sich der HCR, auch aufgrund solcher Situationen, einen 2:5-Rückstand eingehandelt.
Doch umgehend nach einem Time-out – notabene von Wiler-Headcoach Väänänen – trafen die nun enorm leidenschaftlichen Winterthurer innert Minuten zum 4:5-Anschlusstreffer, ehe Tim Aeschimann in einer 6:4-Überzahl acht Sekunden vor Spielende zum umjubelten Ausgleich traf. Mittels Noah Pünteners bereits eingangs erwähntem Siegestor stellte der HCR die Halbfinalserie zum 2:0-Zwischenstand.






