Leerwohnungsziffer bleibt tief

Die Leerwohnungsziffer in Winterthur ist 2026 leicht auf 0,20 Prozent gestiegen. Am 1. Juni 2026 standen nur 116 von 58'797 Wohnungen leer.

Wie die Stadt Winterthur mitteilt, misst die Leerwohnungsziffer den Anteil leerstehender Wohnungen am gesamten Wohnungsbestand. Seit 2019 ist diese Zahl in der Stadt Winterthur kontinuierlich gesunken und erreichte im Jahr 2024 mit 0,14 Prozent einen Tiefstand.
Im Jahr 2026 hat die Leerwohnungsziffer – wie auch schon im Vorjahr – geringfügig zugenommen, bleibt aber mit 0,20 Prozent auf einem tiefem Niveau. Zum Stichtag 1. Juni 2026 standen in Winterthur von insgesamt 58’797 Wohnungen lediglich 116 Wohnungen leer. Sie umfasst auch leer stehende Einfamilienhäuser.
Leerstand bei den grossen Wohnungen am tiefsten
Die Leerwohnungsziffer nach Zimmerzahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Weiterhin auffällig tief ist der Leerstand bei grossen Wohnungen mit fünf und mehr Zimmern: Am 1. Juni 2026 standen lediglich zehn Wohnungen leer.
Bei den Drei- und Vierzimmerwohnungen nahm der Leerstand wie bereits im Vorjahr leicht zu; die Leerwohnungsziffer liegt hier bei 0,23 Prozent.
Leerstände bleiben auch im Kanton tief
Der Wohnungsmarkt im Kanton Zürich bleibt grossflächig angespannt. Zwar ist die Leerwohnungsziffer innert Jahresfrist leicht von 0,48 auf 0,52 Prozent gestiegen, sie liegt jedoch weiterhin in allen Zürcher Regionen unter einem Prozent.
In der Region Winterthur ohne die Stadt sank sie von 0,78 auf 0,65 Prozent. Besonders tief bleibt der Leerstand auch in der grössten Stadt des Kantons: In der Stadt Zürich beträgt die Leerwohnungsziffer lediglich 0,11 Prozent.
Wohnungsbau auf tiefem Niveau
Wie bereits im Vorjahr blieb die Neubautätigkeit in Winterthur auch 2025 auf einem tiefen Niveau. Insgesamt wurden 196 neue Wohnungen erstellt, während gleichzeitig 284 Wohnungen abgebrochen wurden.
Wesentlich zu diesem Rückgang beigetragen hat der Rückbau von acht Wohnblöcken am Tegerlooweg in Oberwinterthur mit insgesamt 168 Wohnungen. Auf dem Areal entsteht in den kommenden Jahren die neue Siedlung Eichwaldhof mit rund 340 Wohnungen.
Entspannung durch neue Wohnprojekte
Mittelfristig zeichnet sich aufgrund mehrerer grosser Bauprojekte eine leichte Entspannung ab. Geplant sind unter anderem die Umnutzung der Liegenschaft Paulstrasse 12 mit 85 Wohnungen, die bis 2028 abgeschlossen werden soll, sowie das Depot Deutweg mit 130 Genossenschaftswohnungen und einem vorgesehenen Erstbezug im Jahr 2029.
Ab 2027 startet die Sanierung und Erweiterung der Wohnsiedlung Unteres Bühl in Oberwinterthur mit zusätzlich 80 Neubauwohnungen. Bis 2030 sollen zudem das Projekt Rocket & Tigerli in der Lokstadt mit rund 300 Mietwohnungen und die Entwicklung des Gelatine-Areals beim Bahnhof Grüze mit rund 160 Wohnungen realisiert werden.
Über diesen Zeithorizont hinaus bleibt die Wohnbautätigkeit verhalten: Gemäss Erhebungen des Amtes für Städtebau ist die langfristige Planungs- und Bauaktivität noch unter dem langjährigen Niveau.






