HC Rychenberg Winterthur startet furios in den Halbfinal

Der HC Rychenberg Winterthur überrollt den SV Wiler-Ersigen im ersten Halbfinalspiel mit 6:1 und setzt vor dem Heimspiel in der AXA Arena ein Ausrufezeichen.

Wie der HC Rychenberg Winterthur mitteilt, gewinnt die Mannschaft das erste Spiel der Halbfinal- Playoffs beim SV Wiler Ersigen mit 6:1 und trifft mit diesem deutlichen Sieg den stolzen Serienmeister bis ins Mark. Damit ist die Basis für eine dramatische zweite Partie am Ostermontag, 6. April 2026, in der ausverkauften Axa Arena gelegt. Wiler wird sich diese Demütigung nicht einfach so bieten lassen.
Nach der 1:6-Heimniederlage des SV Wiler-Ersigen gegen den HCR gingen die heimischen Fans harsch ins Gericht mit der Leistung der Grün-Weissen. Entsprechend geladen werden die Jungs mit ihrem Bibermaskottchen bei dessen Antipoden und Axa-Hauslöwen Rychi Berger auftauchen.
Das Startdrittel im ersten Spiel der Playoff-Halbfinals der beiden Traditionsteams war, beinahe erwartungsgemäss, taktisch geprägt. Es war anfangs ein Abtasten, später dann ein Belauern und dementsprechend ging es torlos zum ersten Pausentee. Obwohl der HCR mit einigen blitzartig vorgetragenen Angriffen – analog zur glatt gewonnen Viertelfinalserie gegen die Tigers – zu gefallen wusste.
Im Mitteldrittel dauerte es dann aber nur gerade drei Minuten, bis Rychenberg das Skore eröffnete. U21-Crack Damian Hocevar presste seinen Gegner mutig hinter dem Wiler-Tor, gewann den Ball und passte mustergültig zu einem anderen Youngster, Dani Jaaranen, der schnurstracks vollstreckte. Sekunden später doppelte Tim Aeschimann mit einem für Wiler-Goalie Tim Kramer tückischen halbhohen Ball auf brillante Vorlage von Oskar Weissbach nach.
HCR macht grossen Schritt
«Die Väänänen-Truppe hatte spätestens nach dem Doppelschlag der Gäste zur 2:0 -Führung nie mehr Zugriff auf diese Partie», beklagte der Berichterstatter des dreizehnfachen Schweizermeisters SVWE den weiteren Fortgang der Partie. Tatsächlich hatte der HCR in der Folge ein immer deutlicheres ein Chancenplus.
Spielmacher Weissbach traf im Powerplay magistral zum dritten Treffer und als «der weltbeste Kleinfeldspieler» (Zitat Kari Koskelainen) Michel Wöcke plötzlich wallendes Stürmerblut entdeckte und doppelt skorte, war der Match grundsätzlich entschieden. Noah Püntener belohnte sich schliesslich für seine enorme Lauf- und Leidensbereitschaft mit dem letzten Treffer und machte damit das halbe Dutzend voll.
Wiler gelang zwar in einer wenig fulminanten, zehnminütigen 6vs5-Phase der Ehrentreffer. Doch was für den HCR in diesem Match mehr ins Gewicht hätte fallen können, war der Ausfall der beiden bisher so überzeugenden PlayOff-Routiniers Manu Maurer (kurzfristig, bereits nach dem Warmup) und Nico Mutter (nach einer sehr, sehr unschönen Körperattacke).
Doch davon zeigten sich die Winterthurer völlig unbeeindruckt. «Ich mache diesen Job jetzt mehr als 40 Jahre. Aber was mein Team heute kämpferisch geboten hat, habe ich in dieser Konsequenz und Intensität noch nicht so oft erlebt», adelte Coach Philippe Soutter seine Mannschaft. Doch jedem in diesem Team ist klar, dass war dieser Match nur ein kleiner Schritt für einen Menschen… mit gelbem Leibchen war. Der grosse Schritt für die Menschheit der Sportstadt Winterthur wird noch ein langer und grosser. Aber er ist ein bisschen kürzer geworden.






