Altersstrategie 2026: Stadt wird noch seniorenfreundlicher

Winterthur will ihre Altersfreundlichkeit weiter stärken. Mit der Altersstrategie 2026 werden Massnahmen vorgestellt, die Senioren mehr Teilhabe bieten.

Wie die Stadt Winterthur berichtet, wird die Bevölkerung immer älter. Mit der Altersstrategie 2026 zeigt die Stadtverwaltung auf, welche Massnahmen sie ergreift, um die Altersfreundlichkeit Winterthurs zu erhalten und zu stärken.
Dazu zählen unter anderem besser zugängliche Informationen oder die Aufwertung von Strassenräumen, Plätzen und Parks, wo sich Senioren besonders häufig aufhalten.
Im Jahr 2040 wird jede fünfte Person in Winterthur älter als 65 Jahre sein – das sind rund 28'000 Menschen. Damit Winterthur eine altersfreundliche Stadt ist und bleibt, hat die Fachstelle Alter und Gesundheit eine Altersstrategie erarbeitet.
Darin werden die gegenwärtige Situation sowie Herausforderungen der älteren Bevölkerung analysiert und Massnahmen definiert. Die Altersstrategie sensibilisiert alle städtischen Stellen für die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung und stellt sicher, dass sich alle an denselben Zielvorstellungen und Handlungsprinzipien orientieren.
Breite Mitwirkung von Winterthurer Senioren
Die Altersstrategie 2026 stützt sich auf die Erkenntnisse eines breiten Mitwirkungsprozesses. Im Frühling 2024 haben vier öffentliche Mitwirkungsanlässe an verschiedenen Standorten in der Stadt Winterthur stattgefunden.
Über 300 Senioren aus allen Quartieren haben dort ihre Ideen, Anliegen und Visionen für Winterthur eingebracht. Zusätzlich fand ein Workshop für Fachleute statt, an dem über 50 Personen aus der Stadtverwaltung und von Organisationen aus dem Altersbereich teilnahmen.
Die Erkenntnisse aus den Mitwirkungsanlässen und dem Fachpersonen-Workshop sind in die Erarbeitung der Altersstrategie eingeflossen.
Den meisten Winterthurer Senioren geht es gut
Die Mitwirkungsanlässe haben gezeigt: Vielen Senioren in Winterthur geht es gut. Die grosse Mehrheit der 65-Jährigen und Älteren lebt selbstbestimmt in Kleinhaushalten, ist finanziell gut abgesichert und pflegt regelmässige Kontakte zu Familienmitgliedern oder Freunden. Und: Viele ältere Menschen engagieren sich freiwillig.
Die Stadt Winterthur verfügt bereits heute über eine gut ausgebaute und wirksame Alterspolitik sowie über eine hohe Altersfreundlichkeit. Dies zeigt sich unter anderem an der Vielfalt bestehender Treffpunkte und Quartierangebote, an den wirksamen Ergänzungsleistungen zur Existenzsicherung im Alter, an den verschiedenen Wohnangeboten für ältere Menschen sowie an einem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrs- und Fusswegnetz.
Handlungsbedarf besteht bei der Information
Trotz der bereits guten Altersfreundlichkeit besteht in einzelnen Bereichen Handlungsbedarf. So besteht zwar ein breites Angebot, aber das Wissen darüber fehlt häufig. Bestehende Angebote sollen deshalb sichtbarer gemacht werden, zum Beispiel durch zusätzliche Kommunikationskanäle.
Geplant ist zudem, Informationen künftig auf Italienisch zu publizieren. Um den Zugang zu Ergänzungsleistungen zur AHV zu erleichtern, sollen die Informationen dazu künftig in einfacher Sprache bereitgestellt werden.
Auch der öffentliche Raum und die Mobilität stehen im Fokus weiterer Verbesserungen. Orte und Wegachsen mit besonderer Bedeutung für ältere Menschen sollen identifiziert und gezielt aufgewertet werden. Ergänzend dazu sind Massnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit vorgesehen, etwa zusätzliche Parkverbots- und Langsamfahrzonen für E-Trottinette.






