Oberland

    Pfannenstiel verliert auch das siebte Saisonspiel

    UHC Pfannenstiel Egg-Maur-Oetwil am See
    UHC Pfannenstiel Egg-Maur-Oetwil am See

    Uster,

    Der UHC Pfannenstiel unterlag zu Hause in Egg ZH Regazzi Verbano UH Gordola mit 2:4. Ein schwaches Mitteldrittel kostete die Zürcher Oberländer den Sieg.

    Egg ZH
    Szene aus der Partie zwischen dem UHC Pfannenstiel und Regazzi Verbano UH Gordola. - zVg

    Der UHC Pfannenstiel kann auch im 7. Saisonspiel nicht auf die Siegerstrasse einbiegen und muss sich in einem zerfahrenen Spiel zu Hause Regazzi Verbano UH Gordola mit 2:4 geschlagen geben. Zerfahren primär auf Grund von insgesamt 12 (!) kleinen Strafen in denen nicht weniger als 5 der 6 Tore fielen.

    Der UHC Pfannenstiel war gewillt die Negativserie gegen die ebenfalls unter dem Strich klassierten Tessiner zu beenden und legte dementsprechend los. Als erster prüfte J.Schindele mit einem Distanzschuss den gegnerischen finnischen Torhüter Pohjonen. Die Tessiner fokussierten sich vorerst auf eine geordnete Defensive und auf schnelle Konter, so hatte Pfanni in der Anfangsphase deutlich mehr vom Spiel.

    In der 5. Minute spielte van Welie wunderbare Ernst im Slot frei, dieser setzte den Abschluss aber am rechten Torpfosten vorbei. Zwei Minuten später war es wieder van Welie, der mit seiner Übersicht Kernwein in Szene setze, doch Pohjonen blieb Sieger. In der 8. Minute konnte Pfanni dann erstmals in Überzahl auflaufen.

    Doch statt in Führung zu gehe, stand F.Schindele im Pfanni-Tor 3x im Fokus – zwei Grosschancen konnte er dabei souverän parieren, doch einmal blieb er machtlos. Der wiedergenesene Carlström setzte sich an der Bande gegen Burkhart durch, spielte quer auf T.Bacciarini, der nur noch zum 1:0 für die Gäste einschieben musste. Dieses missratene drückte doch etwas auf die Stimmung und so musste F.Schindele in der Folge nochmals seine ganze Klasse bei einem Gegenstoss auspacken.

    Zur Drittelsmitte folgte dann die nächste Pfanni-Überzahl, doch auch dieses Mal ohne Erfolgserlebnis. In der 14. und 16. Minute kamen noch Schläpfer und Wittig zu guten Chancen, doch sie scheiterten beide am starken Tessiner Rückhalt. So endete das erste Drittel aus Sicht der Zürcher Oberländer mit einem 0:1. Insbesondere bitter, da das Abschlussverhältnis 22:14 zu Gunsten der Einheimischen war, doch die Präzision und die Qualität der Abschlüsse liessen noch zu wünschen übrig.

    Der Start ins Mitteldrittel war dann für Pfanni alles andere als wunschgemäss. Bereit in der 22. Minute musste Kreienbühl für ein Beinstellen auf die Strafbank. Das Tessiner Powerplay war aber abgesehen von der Chance von Nicoli auch nicht sehr durchschlagskräftig und in dieser Situation war der prächtig aufgelegte F.Schindele erneut auf dem Posten.

    In der Folge häuften sich die Strafen in einem grundsätzlich fairen und relativ emotionslosen Duell massiv, was den Spielfluss ziemlich beeinträchtigte. Während Pfanni eine weitere Überzahlmöglichkeit verstreichen liess, zeigten sich die Tessiner nun zielstrebiger. Persson wurde als Point zu viel Zeit zugestanden, welche er für einen Abschluss ausnutze und die Südschweizer zum zweiten Mal jubeln liess.

    In der 29. Minute wurde dann Luginbühl eingewechselt, der sich gleich im ersten Einsatz in Szene setzen konnte, aber mit seinem Abschluss von der linken Seite von Pohjonen abgewehrt sah. Die Tessiner nahmen nun das Zepter vermehrt in die Hand und hatten auch bezüglich Abschlüssen ein deutliches Übergewicht, scheiterten aber immer wieder an F.Schindele. In der 34. Minute musste er sich aber dann doch ein drittes Mal geschlagen geben.

    Persson spielte vertikal zu Frapolli dieser quer zu T.Bacciarini, welcher die Freiheit genoss und den Ball volley zum 3:0 über die Linie drückte. In der Folge reduzierte Pfanni-Coach Feldmann bis zur Pause auf zwei Linien, was jedoch nichts am Charakter des Spiels änderte. Weiterhin war F.Schindele im Brennpunkt des Geschehens und bewahrte sein Team mit big Saves vor einem höheren Rückstand Lavonen und T.Bacciarini scheiterten.

    So ging es nach einem äusserst enttäuschenden Mitteldrittel mit einem 0:3-Rückstand für das Heimteam in die zweite Pause.

    Der Start ins letzte Drittel war dann vielversprechend Bleiker und Ushiu hatten den ersten Pfanni-Treffer auf dem Stock, doch beide Male blieb Pohjonen Sieger. In der 48. Minute musste er sich dann aber auch ein erstes Mal geschlagen geben. Kreienbühl brachte mit einem Freistoss und dem 1:3 die Hoffnung ins Pfanni-Lager zurück.

    Pfanni hatte nun sicherlich das, dass fast jede Aktion mit einer Zweiminutenstrafe gegen Gordola geahndet wurde. So wurde direkt nach dem Tor eine weitere Strafe ausgesprochen und auch diese nutzte Pfanni nach einem sehenswerten Tor aus. Kernwein traf nach schöner Vorlage von an Welie zum 2:3-Anschlusstreffer.

    Eine heisse Schlussphase war also definitiv lanciert, doch trotz je zwei weiteren Strafen blieben Grosschancen aus. Den Schlusspunkt in diesem Spiel war dann dem Tessiner Nicoli vorbehalten, der den Ball zur 4:2-Siegsicherung im Pfanni-Tor unterbrachte. Es war erneut eine bittere Niederlage für Pfanni gegen ein an diesem Abend definitiv schlagbares Gordola.

    Die Zürcher Oberländer haben sich mit mangelnder Chancenauswertung und einem ganz schwachen Mitteldrittel selber aus dem Spiel genommen. Für den ersten Saisonsieg braucht es definitiv in vielen Bereichen eine deutliche Steigerung, als Beispiel dafür dient sicherlich auch das Powerplay, wo in 15 Versuchen eine 2:2-Bilanz resultiert.

    Stürmer Ferrari nach dem Spiel konsterniert: Wir sind gut ins Spiel gestartet und lagen dann nach einem ungenügenden Powerplay mit 0:1 in Rückstand. Das Mitteldrittel war dann schlecht und hat uns in der Endabrechnung wohl den Sieg gekostet, da die Aufholjagd im dritten Drittel nicht mehr belohnt wurde. Generell haben wir zu wenige gefährliche Chancen kreiert und jene, die wir hatten konnten wir zu wenig ausnutzen.

    Lange Trübsal blasen kann Pfanni nicht, folgen doch nun zwei Doppelrunden in Folge bis zum Abschluss der Hinrunde. Nächsten Samstag steht am Samstag, 31.10.2026 um 17.00 Uhr auswärts in der Pfrundmatt in Reinach das Duell mit Aufsteiger Lok Reinach auf dem Programm und tags darauf am Sonntag, 01.11.2026 gastiert um 16.00 Uhr der UHC Grünenmatt in der 3-fach Kirchwies in Egg. Will Pfanni den ersten Saisonsieg, ist ein anderes Gesicht und eine konsequente, konzentrierte Leistung über die gesamte Spielzeit erforderlich.

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