UHC Pfannenstiel gleicht Derby-Serie gegen Jets aus

UHC Pfannenstiel Egg-Maur-Oetwil am See
UHC Pfannenstiel Egg-Maur-Oetwil am See

Stäfa,

Der UHC Pfannenstiel holt gegen die Kloten-Dietlikon Jets einen 1:3-Rückstand auf und gewinnt 4:3 nach Verlängerung. Die Playoff-Serie ist wieder ausgeglichen.

UHC Pfannenstiel
Mit einem 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen Kloten-Dietlikon Jets gleicht der UHC Pfannenstiel die Serie aus. - UHC Pfannenstiel

Wie der UHC Pfannenstiel mitteilt, hatte es auch das vierte Spiel der Playoff-Derby-Serie gegen Kloten-Dietlikon Jets in sich. Der Underdog aus dem Zürcher Oberland zeigte nach einer äusserst schweren Woche unglaublich viel Herz und Kampfgeist, holte in den letzten 14 Minuten einen Zweitore-Rückstand auf und durfte sich nach Hafners Tor in der sechten Minute der Verlängerung verdientermassen von einem Grossteil der 459 Zuschauer feiern lassen. Mit diesem Sieg konnte Pfanni die «Belle», das Entscheidungsspiel, erzwingen.

Pfanni hatte nicht gerade den Wochenstart, denn es sich gewünscht hatte – Ausfall des bisherigen Playoff-Torhüters und ein überraschender Todesfall eines Spielervaters. Dementsprechend emotional und schwierig war die Trainingswoche. Die Motivation dem grossen Favoriten aus dem Zürcher Unterland alles abzuverlangen war aber dennoch da.

Pfanni startete nach einer eindrücklichen Trauerminute motiviert in die Partie und kam in der Anfangsphase zu zwei guten Möglichkeiten von Forrer und Luchsinger. Während Forrer seinen Abschluss durch einen Reflex von Torhüter Lemke pariert sah, wurde Luchsinger nach einer 2:1-Situation zu sehr abgedrängt, so dass sein Abschluss quer zur Torlinie nicht von Erfolg gekrönt war.

In der sechsten Minute hatte Pfanni dann Glück als Jets-Captain Krebs nach einer schönen Kombination nur die Querlatte traf. Das Glück sollte sich aber nur gut zwei Minuten später wieder ausgleichen. Nach einem Abschluss von Ushiu hämmerte Dudler den Nachschuss backhand an den Aussenpfosten.

Pfanni antwortet schnell auf Jets-Führung

Es war wie schon in der ganzen Serie ein äusserst intensives und attraktives Spiel mit Chancen hüben und drüben. Die nächste hatte dann Hurni in der 14. Minute als er mit einem satten Distanzschuss Lemke zu einer weiteren Parade zwang. Gut zwei Minuten später konnte dann der Gast das erste Tor bejubeln.

Nach einem hohen Stock seitens Pfanni erfolgte der harte Entscheid «Penalty». Diese Möglichkeit liess sich Jets-Topscorer Rieder nicht entgehen und stellte auf 1:0 für die Gäste. Die Führung hielt aber nicht lange, genau gesagt nur bis zur 18. Minute.

Kreienbühl kam auf der linken Seite an den Ball, brachte diesen irgendwie Richtung Tor und zu aller Überraschung sogar ins Tor – der 1:1-Ausgleich war also perfekt. Dies war zugleich auch das Pausenresultat. Pfanni zeigte bis anhin eine starke und abgeklärte Partie.

Jets ziehen nach schnellem Start im Mitteldrittel davon

Der Start ins Mitteldrittel glückte den Hausherren dann allerdings nicht. Nach 23 Sekunden war es Dumpis, der Pfanni-Hüter zu einer Parade zwang. Nach 100 Sekunden verpasste Siegfried nach einem raumöffnenden Querpasse das leere Tor nur knapp und wiederum nur sieben Sekunden später zappelte der Ball dann im Pfanni-Gehäuse. Nussbaumer traf im Nachsetzen zum 2:1 für die Flughafenstädter.

Die Einheimischen liessen sich aber durch dieses Tor nicht aus dem Konzept bringen. Eine schöne Kombination schloss Schläpfer in der 28. Minute knapp übers Tor ab. Kurz nach Spielmitte musste Pfanni dann allerdings den nächsten Rückschlag hinnehmen.

Nach einer guten Chancen in der Offensivzone, schalteten die Jets blitzschnell um und die beiden Ausländer Kauppinen und Dumpis liessen die Pfanni-Defense alt aussehen und brachten den Favoriten mit 3:1 in Front. Kurze Zeit später hatte Nussbaumer nach einem Ballverlust in der Pfanni-Defense gar die Möglichkeit auf 4:1 zu erhöhen, doch er scheiterte an Edelmann.

Pfanni-Trainer Werner reagierte mit dem Time-Out und forderte seine Mannen auf sich an den Gameplan zu halten. So kehrte wieder etwas mehr Ruhe im Pfanni-Spiel ein und es fielen keine weiteren Gegentore, so dass es mit 1:3 in den letzten Spielabschnitt ging.

Starker Endspurt bringt Pfanni den 3:3-Ausgleich

Pfanni stellte nun um auf zwei Linien, wobei dies in spezieller Konstellation geschah. Das Heimteam powerte nun angetrieben von den zahlreichen Fans und konnte sich in der 43. Minute eine gute Chance erspielen. Luchsinger legte ab auf Hafner, dieser schlenzte den Ball aber knapp über das Tor.

Besser machte es Ernst in der 47. Minute. Nach einem Diagonalpass von van Welie fasste er sich ein Herz und erwischte Lemke mit einem Flachschuss aus der Distanz zum 2:3-Anschlusstreffer. Die Energie, die nun durch die Kirchwies-Halle ging, war überall spürbar und schlicht eindrücklich.

Die Jets liessen sich dadurch aber vorerst nicht beirren und prüften Edelmann zwei Mal in Person von flinken Nussbaumer. In der 55. Minute hatte dann Ferrari nach einem Gegenstoss den Ausgleich auf dem Stock, doch sein Abschluss war zu wenig platziert und eine sichere Beute von Lemke. In der 57. Minute war dann aber auch er machtlos.

Der Ball gelangte via Nideröst und Heierli in den Slot zu Luchsinger, der nicht lange fackelte und den Ball backhand um vielumjubelten 3:3-Ausgleich in die Maschen hämmerte. Dies sollte auch das Resultat nach 60 gespielten Minuten sein und somit musste die Verlängerung die Entscheidung bringen.

Aufholjagd mit 4:3-Sieg in der Verlängerung gekrönt

Die erste Grosschance hatte dabei van Welie, der nach einer 2:1-Situaltion in der 63. Minute nur das Aussennetz traf. Pfanni wollte dieses Spiel angetrieben von seinen Fans unbedingt gewinnen und dies taten sie auch.

In der 66. Minute spielte Nideröst vertikal auf Luchsinger, der mit seiner unglaublichen Übersicht den heranstürmenden Hafner auf der Gegenseite sah und auch fand. Dieser bezwang Lemke mit einem unhaltbaren Schuss zum 4:3-Siegestreffer.#

Der Jubel in der Kirchwies kannte keine Grenzen mehr und die Emotionen anlässlich aller Geschehnisse waren schlicht unbeschreiblich.

Pfanni hat einmal mehr gezeigt, was dieses Team ausmacht – nämlich ein unglaubliches Herz auf und neben dem Spielfeld – und damit haben sie sich den Sieg nach und das Spiel Nummer fünf nach dieser eindrücklichen Aufholjagd mehr als verdient.

Teamgeist bringt Pfanni wichtigen Heimsieg

Torhüter Edelmann fasste es so zusammen: «Wir haben aus verschiedenen Gründen auf und auch neben dem Spielfeld gezeigt, was Solidarität heisst. Es war kein einfaches Spiel für uns alle. Aber wir haben gekämpft und viel gearbeitet und uns am Schluss auch belohnt.»

Auch der stark aufspielende Luchsinger hab den Teamgeist hervor: «Durch eine geschlossene Teamleistung und den unbändigen Willen, die Saison zu verlängern, konnten wir einen wichtigen Heimsieg einfahren und damit ein fünftes Spiel erzwingen. Von der ersten bis zur letzten Minute hat das Team Kampfgeist, Einsatz und Zusammenhalt gezeigt.

Mit dieser Energie und dem starken Rückhalt unserer Fans im Rücken blicken wir motiviert auf die nächste Herausforderung. Jetzt gilt es, den Schwung mitzunehmen und im entscheidenden Spiel nochmals alles zu geben.»

Das alles entscheidende Spiel ist am Sonntag, 8. März 2026, um 17 Uhr in der Sporthalle Stighag in Kloten. Pfanni wird erneut gewillt sein dem grossen Favoriten alles abzuverlangen und mit viel Herz die Sensation zu schaffen. Somit heisst es für alle Pfanni-Fans «Allli uf Chloote!».

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