1. Mai in Zürich: 2 Polizisten verletzt – 8 Festnahmen

Am 1. Mai wird in der Schweiz wieder demonstriert. Teilweise sind die Veranstaltungen bewilligt, teilweise nicht. Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.
00:00 / 00:00
Das Wichtigste in Kürze
- Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, wird traditionellerweise demonstriert.
- Vor allem in Zürich eskaliert es jeweils – auch heute wieder.
- Hier im Nau.ch-Ticker gibt es die neusten Entwicklungen.
Es ist wieder so weit: Heute Freitag ist der 1. Mai – in der ganzen Schweiz finden wieder zahlreiche Kundgebungen statt.
Im vergangenen Jahr kam es am 1. Mai in mehreren Schweizer Städten zu Demonstrationen, vereinzelt auch zu Ausschreitungen.
In der Stadt Zürich formierten sich an drei verschiedenen Orten Demonstrationszüge, die sich später zusammenschlossen, bevor sie von den Behörden gestoppt wurden. Dabei wurden unter anderem Gegenstände, darunter auch pyrotechnische Artikel, in Richtung der Polizei geworfen. Diese reagierte mit Reizstoffen und Gummischrot. Während der anschliessenden Flucht verletzte sich eine Demonstrantin.
Bei einer bewilligten Demonstration am Morgen kam es zudem durch Sprayereien zu Sachschäden in der Höhe von mehreren zehntausend Franken.
Nau.ch liefert die neusten Entwicklungen hier im Ticker:
Stapo fasst für Nau.ch zusammen
21.00: Der 1. Mai ist vorbei und damit ein Nachmittag voller Krawalle in Zürich. Gegenüber Nau.ch fasst Michael Walker, Mediensprecher der Stadtpolizei Zürich, den Tag zusammen.
00:00 / 00:00
Stapo zieht Fazit: 2 Polizisten verletzt – 8 Festnahmen
18.49: Nun hat die Stadtpolizei Zürich ihr Fazit zur unbewilligten Nachdemo am 1. Mai veröffentlicht.
«Während des Umzugs wurden wiederholt Einsatzkräfte angegriffen, unter anderem auch mit Knallpetarden», heisst es in einer Medienmitteilung. Dabei wurden zwei Polizisten leicht verletzt.

«Ein Verkehrspolizist wurde von seinem Motorrad gerissen. Unbekannte Randalierer warfen Stühle auf die Strasse und setzten Gegenstände in Brand.»
Wiederholt wurden Einsatzkräfte mit Flaschen beworfen und bedrängt. Man habe den Wasserwerfer sowie Gummischrot und Reizstoff eingesetzt. Acht Personen wurden wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte festgenommen.
#zh0105 Nachdemonstration in #Zürich #Zurich #1Mai #News pic.twitter.com/Ww3FdbMh7n
— news4.ch (@news4schweiz) May 1, 2026
«Rund ein Dutzend Personen wurden weggewiesen. Zudem wurde bei einigen Personen Demomaterial sichergestellt», heisst es weiter.
Unbewilligte Chaoten-Kundgebung löst sich auf
18.24: Die unbewilligte Chaoten-Kundgebung in Zürich neigt sich dem Ende zu. Allmählich lösen sich die Gruppierungen auf. Die Polizei wird zu einem späteren Zeitpunkt ein Fazit veröffentlichen.

Weiterhin viele Verkehrsbehinderungen
18.00: Wie die Stadtpolizei Zürich via X schreibt, ist im Kreis 4 weiterhin ein grosses Aufgebot vor Ort. Die Verkehrsbehinderungen und ÖV-Einschränkungen dauern an.
Weiterhin grosses Polizeiaufgebot im Kreis 4. Verkehrsbehinderungen und Einschränkungen des ÖVs dauern an.
— Stadtpolizei Zürich (@StadtpolizeiZH) May 1, 2026
Polizei setzt Tränengas ein
17.42: Die Chaoten haben erneut versucht, weiter in die Stauffacherstrasse vorzudringen. Dabei kam es seitens Polizei zum Einsatz von Tränengas.
00:00 / 00:00
Nach dem kurzen Zwischenfall ist wieder Ruhe eingekehrt.

Ein paar Menschen spielen Fussball, die Polizei hat eine Kette gebildet.
Stapo bestätigt: Schaulustige stören Einsatz
17.25: Wie die Stadtpolizei Zürich gegenüber Nau.ch bestätigt, stören die zahlreichen Schaulustigen den Einsatz in der Zürcher Innenstadt.
Es sei oft schwer zu unterscheiden, wer zu den Chaoten gehört und wer bloss Zuschauer ist. Zudem blockierten sie den Weg.
Polizei treibt Chaoten mit Gummischrot auseinander
17.02: Die Polizei treibt die Chaoten am Helvetiaplatz auseinander und greift zu Gummischrot.
00:00 / 00:00
Zuvor setzten Chaoten einen Einkaufswagen mit Reifen in Brand.

Stapo setzt Wasserwerfer gegen Demonstrierende ein
16.25: Die Stadtpolizei hat den Wasserwerfer eingesetzt.
00:00 / 00:00
00:00 / 00:00
An der Kreuzung Stauffacherstrasse/Langstrasse stehen sich Polizei und Vermummte gegenüber. Rund tausend Menschen verfolgen die Situation vor Ort.

Diese blockieren die Strassen, unter anderem mit E-Scootern und Velos, und provozieren die Polizei. Die Zuschauer sind deshalb fast das grössere Problem, berichtet ein Nau.ch-Reporter aus Zürich.
Farbkessel trifft Polizeiauto
16.20: Die Chaoten haben offenbar einen Kessel mit Farbe in Richtung Polizisten geworfen. Die weisse Flüssigkeit liegt am Boden verteilt.

Polizeiauto hat Platten – Reifenwechsel im Getümmel
16.14: Es ist ein denkbar schlechter Zeitpunkt für einen solchen Zwischenfall: Mitten im Getümmel der Demonstration hat ein Polizeiauto einen Platten.
Während der Reifen gewechselt wird, wird das Auto von bewaffneten Polizisten umstellt.
Demonstrierende greifen Polizei an – Festnahmen
16.02: Ein Polizist auf dem Motorrad wurde von den Chaoten angegriffen.
Es kommt zu ersten Festnahmen.
Im Rahmen der unbewilligten Nachdemonstration kam es nach Angriffen auf die Polizei zu mehreren Mitteleinsätzen.
— Stadtpolizei Zürich (@StadtpolizeiZH) May 1, 2026
00:00 / 00:00
Polizei drängt Schwarzen Block durch Zürcher Kreis 4
15.34: Die Polizei drängt die Vermummten des «Schwarzen Block» durch den Zürcher Kreis 4.
00:00 / 00:00
Es sind laute Rufe zu hören, roter Rauch hängt in der Luft.
Unbewilligte Demonstration startet
15.20: Der unbewilligte Demonstrationsumzug hat sich formiert und ist losgelaufen. Die Teilnehmenden sind vermummt, es sind autonome Chaoten des «Schwarzen Block».

Die Stadtpolizei ist derweil mit einem Wasserwerfer vor Ort und sichert den Bereich von hinten ab.

Polizei bereitet sich auf unbewilligte Demo vor
14.35: Die Stadtpolizei Zürich ist bereits im Einsatz und hat sich auf die unbewilligte Demonstration vorbereitet, die um 15 Uhr beginnen soll. Rund um den Helvetiaplatz wurden Gitterwagen positioniert.

1.-Mai-Demo zieht sich hunderte Meter durch Zürich
12.57: Die Organisatoren zählten 15'000 Teilnehmer. Als die Abschlusskundgebung begann, waren noch viele Gruppen unterwegs.
Die grosse Kundgebung verlief weitgehend friedlich. Unterwegs kam es aber zu vereinzelten Sachbeschädigungen. Aus einer grossen Gruppierung von linksextremen Organisationen lösten sich Vermummte an der Bahnhofstrasse. Sie versprayten Wände und Schaufenster, zündeten Böller und Pyros.
Die Polizei sicherte die Route unter anderem mit einem Wasserwerfer. Aus dem «revolutionären Block» flogen Gegenstände in Richtung der Polizisten und die Menge skandierte Anti-Polizei-Parolen.
So verwüsten Vermummte die Bahnhofstrasse
12.48: Praktisch alle Läden an der Bahnhofstrasse wurden mit Sprayereien versehen. Vom Hauptbahnhof bis zur Uraniastrasse sind zahlreiche Sachbeschädigungen zu finden.
Zerstörte Fensterscheiben gibt es bislang noch keine.
Vorher-Nachher-Vergleich zeigt: UBS wurde versprayt
12.30: Ein Vorher-Nachher-Vergleich zeigt die versprayte UBS-Filiale an der Bahnhofstrasse.
Tausende Demonstrierende vor Ort
12.25: Zahlreiche Demonstrierende reihen sich von der Bahnhofstrasse bis zum Zürcher Bellevueplatz. Rund Zehntausend dürften es sein, so ein Nau.ch-Reporter.
Demonstrierende bewerfen Journalisten mit Wasserballons
12.00: Eskalation am 1. Mai: Demonstrierende bewerfen Journalisten mit Wasserballons, zudem fliegen mit Farbe gefüllte Glasflaschen gegen Gebäude.
00:00 / 00:00
Die gesamte Bahnhofstrasse ist zudem abgeriegelt.
00:00 / 00:00
11.50: Läderach hat seine Filiale mit Holz verbarrikadiert und sich damit auf den 1. Mai vorbereitet. In den vergangenen Jahren kam es dort wiederholt zu massiven Sachschäden durch Demonstrierende.

Demonstranten versprayen Läden und bewerfen Polizei
11.45: Der 1.-Mai-Umzug ist in Gang – Polizisten werden mit Wasserballons attackiert, während Vermummte Läden wie McDonald’s und Flying Tiger besprayen.
00:00 / 00:00
In der Stadt Zürich haben sich heute Freitag tausende Demonstrierende zum Tag der Arbeit versammelt. Das Motto lautet in diesem Jahr «Blocchiamo tutto». Auf Deutsch: «Wir blockieren alles».
Auf dem Helvetiaplatz waren Fahnen mit kommunistischen Motiven, Vertretungen von SP, der Gewerkschaften Unia und Syna, aber auch kurdische, tamilische und weitere Gruppierungen zu sehen.
Der offizielle Umzug führt vom Helvetiaplatz durch die Innenstadt zum Sechseläutenplatz. An der Abschlusskundgebung ab 12 Uhr halten ein italienischer Gewerkschafter und die Zürcher Neo-Nationalrätin Michèle Dünki-Bättig (SP) die Reden.
Linksextreme Kreise haben für den Nachmittag zu einer unbewilligten Nachdemo aufgerufen.
















