FC Stäfa liefert Cup-Spektakel im Schneegestöber

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Die Cup-Kampagne des FC Stäfa geht weiter: In einem packenden Fight setzt sich Stäfa am 26. März im Elfmeterschiessen gegen den 3.-Ligisten FC Blue Stars durch.

Fussball Ecke Fussballfeld Rasen
Der FC Stäfa ist ein Fussballverein mit Sitz in Stäfa im Bezirk Meilen. Er trägt seine Heimspiele auf dem Sportplatz Frohberg aus. (Symbolbild) - Depositphotos

Wie der FC Stäfa weiter schreibt, stand es nach 90 Minuten 2:2 – dann behielten die Seebuben auf dem Hardhof die besseren Nerven und zogen im Schneefall verdient in die nächste Runde ein.

Erste Halbzeit bleibt torlos

Stäfa startete konzentriert und war über weite Strecken feldüberlegen. Der Klassenunterschied war sichtbar, vor dem Tor der Gastgeber wurde es immer wieder gefährlich.

Doch der Ball wollte einfach nicht ins Netz – trotz guter Chancen. Es fehlte das letzte Quäntchen Entschlossenheit. So ging es nach einer guten, aber torlosen ersten Halbzeit mit 0:0 in die Kabinen.

Auch nach 70 Minuten wieder alles offen

Umgang zwei fühlte sich gleich an. Stäfa drückte, Blue Stars verteidigte mit Leidenschaft und Energie, wie es Unterklassige in Cup Spielen stets tun. Und dann geschah das, was immer passiert, was zu den ungeschrieben Gesetzen im Fussball gehört und was jeder Fussballer schon erlebt hat.

Wenn man sie vorne nicht macht, kriegst du sie hinten irgendwann. Einer der seltenen Konter schloss der Stürmer mit einer Entschlossenheit ab, die man bei den Seebuben vermisste.

Stäfa zeigte sich jedoch wenig beeindruckt und spielte weiter nach vorne. Der eingewechselte Kelterborn setzte sich über den Flügel durch, zog nach innen und legte für Saethre auf.

Dessen Abschluss – böse Zungen sprachen später von einer missglückten Rückgabe – fand zur Überraschung aller den Weg ins Tor. Nach 70 Minuten war wieder alles offen.

Schneefall sorgte für Dramatik

Und dann übernahm Hitchcock, Godfather der Spannung, persönlich die Dramaturgie des Spiels. Schneefall setzte ein und das Spiel wog hin und her. Pfosten Schuss Blue Stars hier, Grosschance da. Paraden, Grätschen, Tacklings und packende Duelle.

Die Kräfte der Gastgeber schwanden, Krämpfe, Zeitspiel, Diskussionen mit dem Schiedsrichter, Fouls, Fouleinwürfe, Trash Talk und auf der Stäfner Spielerbank wäre Baldrian willkommen gewesen.

93. Minute Freistoss Blue Stars aus circa 40 Meter. Und irgendwie fand der Ball den Weg ins Tor. Ekstase bei den Stadt Zürchern, blankes Entsetzen bei Stäfa. Aus, das war'ss dann wohl gewesen.

Doch auf dem Platz standen die Entfesselungskünstler vom See. Und schliesslich ist das Spiel erst zu Ende, wenn der Schiedsrichter abpfeift. Ein letzter Angriff, Flanke Schmitt, Kopfball Kelterborn. Ekstase, blankes Entsetzen, nur umgekehrt.

Stäfa bewies Moral bis in die letzte Minute

Abpfiff, Elfmeter schiessen. Der Platz war in der Zwischenzeit schneebedeckt und kaum mehr bespielbar. Die ersten vier Schützen der Elmer Elf behielten die Nerven, Thaler hielt den vorletzten Abschluss von Blue Star und so schoss Rasonji mit seinem Versuch Stäfa ins Cup-Halbfinale.

Einmal mehr bewiesen die Stäfner Moral bis in die letzte Minute und retteten sich in Extremnis in die nächste Runde.

Betrachtet man den bisherigen Cup-Verlauf, könnte man fast meinen: Ohne Spektakel, Wahnsinn und Drama geht es bei Stäfa einfach nicht.

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