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FC Stäfa beendet Saison mit Remis in Gossau

Nau.ch Lokal
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Stäfa,

Der FC Stäfa trennte sich im letzten Saisonspiel nach einem torreichen Schlagabtausch mit 3:3 vom FC Gossau und vergab spät den Sieg.

Fussball. (Symbolbild)
Fussball. (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

Wie der FC Stäfa mitteilt, zeigten sich schon vor dem Anpfiff die Gastgeber von ihrer besten Seite. In der Kabine gratulierte der FC Gossau dem FC Stäfa mit einem Plakat zum Aufstieg und spendierte für nach dem Spiel eine Kiste Gerstensaft. Eine feine Geste.

Die Frage war natürlich, wie viel Spannung der frischgebackene Aufsteiger nochmals in diese Partie bringen würde. Nach der Aufstiegsfeier am Sonntag liess man das Dienstagstraining offiziell zur Schonung des Kunstrasens ausfallen.

Gerüchteweise soll dies aber nicht der einzige Grund gewesen sein. Schliesslich ging es in dieser Partie um genau gar nichts mehr.

Coach Elmer stellte sein Team auf zahlreichen Positionen um und krempelte auch das System um. Für einmal sollte im 4-4-2-Rombus gespielt werden. Nun denn.

Starker Start, schneller Dämpfer

Zu Beginn schien die Idee bestens aufzugehen. Bereits nach drei Minuten vollendete Ruckstuhl nach einem schönen Angriff und einer Flanke von Sommer zum 1:0. Auch danach war Stäfa spielbestimmend, liess Ball und Gegner laufen und sah zeitweise so aus, als hätte man das System schon seit Jahren im Repertoire.

Dann fiel der Ausgleich etwas aus dem Nichts. Der Schiedsrichter zeigte auf den Penaltypunkt, nachdem Kohlers Befreiungsaktion spektakulär ausgesehen hatte. Zugegeben, sie war es auch. Ob daraus zwingend ein Elfmeter entstehen musste, bleibt eine Frage für die ganz grossen Regelphilosophen dieses Sports.

Torreiches Hin und Her vor der Pause

In der Folge entwickelte sich ein munteres Gekicke auf gehobenem Freundschaftsspiel Niveau. Ruckstuhl brachte Stäfa mit seinem zweiten Treffer erneut in Führung, Gossau antwortete kurz vor der Pause mit einem schönen Weitschuss. Und es kam aus Sicht der Gastgeber noch besser.

Stäfa war gedanklich wohl bereits in der Kabine, die Konzentration irgendwo zwischen Badi, Grill und kühlem Bier. Den schön vorgetragenen Konter schloss Topskorer Christen mit dem Pausenpfiff zur 3:2 Führung für Gossau ab.

Trotz Rückstand durfte das Trainergespann mit einigen Erkenntnissen in die Pause gehen. Der Rombus funktionierte phasenweise anständig. Gut gespielt, kann dieses System für jeden Gegner unangenehm werden. Schlecht gespielt, sieht es allerdings etwas vogelwild aus.

Ausgleich und vergebene Siegchance

Die zweite Halbzeit ist rasch erzählt. Zahlreiche Wechsel auf beiden Seiten brachten nochmals Schwung ins Geschehen. Besonders erfreulich war das Comeback von Kapitän Andreas Wetter nach langer verletzungsbedingter Abwesenheit.

Irgendwann fand Sommer mit einer Flanke Rasonyi, der den Ball spektakulär direkt zum 3:3-Ausgleich verwertete. Die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen. Solche Körperverrenkungen können im Normalfall auch direkt in die Notaufnahme des Spitals führen.

Stäfa hatte danach durchaus Chancen auf weitere Tore. Die beste bot sich in der 90. Minute per Elfmeter. Es sollte aber nicht sein. Und so trennte man sich von Gossau freundeidgenössisch unentschieden.

Ohne verletzte Spieler, mit einer Portion guter Laune und voller Vorfreude auf das Spiel der Schweizer Nationalmannschaft trat der FC Stäfa die Heimreise an. Doch das ist eine andere Geschichte.

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