Winterthur ZH: Das erwartet dich am Albanifest

Vom 26. bis 28. Juni lockt das Albanifest Tausende in die Altstadt von Winterthur ZH. Das sind die Höhepunkte.

Von Hektik keine Spur. In gut einer Woche findet mit dem Albanifest das grösste Stadtfest von Winterthur statt und der Komitee-Präsident Heinz Stiefel lehnt gelassen im Stuhl und spricht über das Albanifest. Die Zeit der Hektik sei vorbei, sagt Stiefel.
«Spätestens in der zweiten Maihälfte muss alles aufgegleist sein. Was jetzt noch nicht im Kasten ist, kann man gleich wieder kippen», sagt Stiefel, der vor seinem vierten Albanifest als Präsident steht. Es sei die Ruhe vor dem Sturm.
Sicherheit und Spass
Am Freitag, 26. Juni, beginnt das Albanifest. Tausende Besucher aus der ganzen Schweiz beleben dann die Altstadt. Selten pulsiert die Stadt so sehr wie am Albanifest. Doch das Sicherheitsgefühl von Winterthur ist nach der Messer-Attacke vor zwei Wochen angeknackst.

Hat die Tat einen Einfluss auf das Sicherheitskonzept des Albanifest? «Nein», sagt Stiefel.
«Zwar existiert eine Garantie auf absolute Sicherheit nicht. Doch unsere enge Zusammenarbeit mit allen Sicherheits- und Rettungs-Organisationen sorgt für den höchstmöglichen Stand. Die Massnahmen werden zudem laufend angepasst. Die wichtigsten Elemente für Sicherheit sind Verantwortung und gegenseitiger Respekt unter den Menschen und Kulturen.»
Perle Kinderalbani
Der Spass steht im Vordergrund, wenn tausende Besucher in der Altstadt feiern. Doch das Albani ist mehr als nur eine Partymeile. Es lebt von den zahlreichen Vereinen, die mit einem Feststand die eigene Geschichte in die Stadt tragen.
Rund 70 solcher Festbeizen sorgen in diesem Jahr für gute Stimmung. An verschiedenen Orten wird Live-Musik gespielt, etwa im legendären Hard-Rock-Zelt oder auf dem Kirchenplatz. Daneben herrscht Kilbibetrieb.
Ein kleiner Wermutstropfen ist die kleinere Fläche. Wegen der Stadtparksanierung sind Teile der Wiese gesperrt. «Immerhin sind wir schon wieder etwas grösser als im Vorjahr», sagt Stiefel. Damals habe man sogar überlegt, aus Platzgründen das Kinder-Albani abzusagen.
«Aber das Kinder-Albani ist eine wichtige Perle, weshalb wir uns dagegen entschieden haben», so Stiefel. Mittlerweile habe sich der Stadtgarten vom Kinderecken zum beliebten Familien-Areal gemausert. «Es ist grossartig, dass wir am Kinder-Albani viele kostenlose Animations-Angebote haben», so Stiefel.
Stolz, einen Beitrag zu leisten
Nachhaltigkeit ist ein Zeichen der Zeit. Für den Komitee-Präsidenten ist ein Engagement in diesem Bereich eine Selbstverständlichkeit, die das Fest schon seit Jahrzehnten betreibt. Das OK sensibilisiere regelmässig, Auflagen mache es aber bewusst keine.
«Das erstaunliche ist ja, dass sich viele Vereine von sich aus engagieren. Sie sind stolz, einen Beitrag zu leisten. Das ist halt das Albanifest», so Stiefel. Als Beispiel nennt er den Walliser-Verein, der auf Gastrogeschirr aus Porzellan statt Einwegbecher setzt.
Einen kleinen Dämpfer in Sachen Nachhaltigkeit hat das Albani dennoch zu vermelden. Der im letzten Jahr eingeführte ökologische Albani-Becher aus Holz ist in diesem Jahr kein Teil des Festes mehr.
«Entgegen der Absprache war es dem Hersteller nicht möglich, die Preise analog zum Mehrwegbecher zu machen. Der Becher wäre dreimal teurer gewesen, was uns zum Abbruch des Projekts bewog», sagt Stiefel.
Weitergeführt wird aber der Albani-Knopf. Dieser kostet zehn Franken, dafür können die Gäste in der Zone 120 gratis Bahn und Bus fahren.
Stolz aufs Team
Es ist das vierte Albanifest unter der Leitung von Heinz Stiefel. Welches Fazit zieht er nach drei erfolgreichen Albanifesten? Ist man da auch stolz auf sich?
«Ich bin nur auf etwas stolz, nämlich auf mein Team.» Dieses hat er von sieben auf heute 12 Personen aufgestockt. «Ich leite das beste Team der Welt.»
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in der «Winterthurer Zeitung» erschienen.








