2:8-Klatsche: Pfanni geht im Rheintal komplett unter

UHC Pfannenstiel Egg-Maur-Oetwil am See
UHC Pfannenstiel Egg-Maur-Oetwil am See

Stäfa,

Erstmals seit 2018 scheidet der UHC Pfannenstiel so früh im Schweizer Cup aus. Gegen effiziente Rheintal Gators resultiert eine verdiente, klare 2:8-Niederlage.

Spieler UHC Pfannenstiel
Pfanni scheitert verdient früh im Schweizer Cup. - UHC Pfannenstiel

Wie der UHC Pfannenstiel mitteilt, hat sich das Team in den vergangenen Jahren mit diversen 1/8-Final-Teilnahmen und gar einer 1/4-Final-Teilnahme einen Namen als Cup-Schreck gemacht. Doch davon war gegen die Unihockey Rheintal Gators nichts zu sehen.

Pfanni verliert in den 1/64-Finals nach einer ganz schwachen ersten Hälfte letztendlich klipp und klar mit 2:8 und scheidet erstmals seit 2018 wieder so früh im Cup aus.

Die Vorzeichen auf der Seite der Zürcher Oberländer waren sicherlich nicht einfach, gilt es doch in der kommenden Saison den wohl grössten Umbruch der Vereinsgeschichte zu bewältigen. Nichts desto trotz startete Pfanni die Reise ins Rheintal mit dem Ziel im Cup die nächste Runde zu erreichen.

Effiziente Gators bestrafen jeden Fehler

Der Start gelang den Zürchern dabei nicht schlecht, hatten sie doch viel Ballkontrolle. Erstmals wirklich gefährlich wurden dann aber die Einheimischen in der 8. Spielminute. Nach einem Fehlpass im Aufbau liess sich Paus nicht zwei Mal bitte und brachte die die Gators mit einem satten Schuss unter die Querlatte mit 1:0 in Führung.

In der 11. Spielminute konnte dann Pfanni durch Karlsson auch den ersten Schuss auf Gators-Hüter Hutter verzeichnen, dieser parierte jedoch sicher – es sollte dies seine einzige Parade bleiben im ersten Drittel. In der Folge scheiterte Pfanni entweder am eigenen Unvermögen oder an der guten Blockarbeit der St.Galler.

Die Gators zeigten aber nicht nur defensive, sondern auch offensive Qualitäten. In der Schlussphase des ersten Drittels erhöhten Langer, Hunziker und Fässler innerhalb von sage und schreibe 83 Sekunden das Skore von 1:0 auf 4:0. Pfannenstiel leistete sich dabei teils haarsträubende Fehler, welche eiskalt ausgenutzt wurde – 4 Tore aus 5 Abschlüssen verdient definitiv das Prädikat «effizient».

Mit einem Vier-Tore-Rückstand ginge es aus Sicht von Pfanni also in die erste Pause. Die Zürcher mussten sich für das zweite Drittel definitiv etwas mehr einfallen lassen, angesprochene Punkte waren dabei Kampfbereitschaft, Zug aufs Tor und einfache Mittelzonenüberbrückung.

Zehn Sekunden genügen für den Doppelschlag

Den ersten Abschluss im Mitteldrittel verzeichneten dennoch die Gators, doch Edelmann konnte parieren. In der Folge hatte Pfanni das Spiel im Griff und kam durch Bär mittels Distanzschuss, Wittig im Slot, Bär nach schöner Kombination und Burkhart nach einer Einzelleistung zu guten Chancen, auf der Anzeigetafel blieb jedoch die 0 bestehen.

Wie Toreschiessen geht zeigte Pfanni einmal mehr das Heimteam. In der 29. Minute waren es Wyss und Langer, die innerhalb von zehn Sekunden auf 6:0 stellten, definitiv ein brutales Zwischenresultat für den Höherklassigen. Dieses Resultat hätte Paus noch erhöhen können.

Er scheiterte in der 31. Minute am Pfosten und in der 33. Minute am hervorragend reagierenden Schindele, der nach dem 0:6 Edelmann im Pfanni-Gehäuse ersetzte. In der 36. Minute wanderte dann Gators-Neuzuzug Conzett auf die Strafbank. Mit einem Mann mehr konnte dann auch endlich Pfanni das erste Mal jubeln. Karlsson hämmerte den Ball in der 37. Minute zum 1:6 in die gegnerischen Maschen, dies war zugleich aus das Resultat nach zwei Dritteln.

Gators lassen nichts mehr anbrennen

Die Aufgabe im letzten Drittel war also definitiv gross, sollte das Spiel noch gekehrt werden, zumal die Gators in der Anfangsphase dem Torjubel näher waren als Pfanni. Paus und Tobler hatten die Möglichkeit zu erhöhen.

Dies gelang dann Wyss in der 47. Minute. Nach einem Pfostenschuss versorgte er den Ball im Nachschuss zum 7:1 in den Maschen. Die Zürcher Oberländer konnten aber fast postwendend reagieren und erneut durch den späteren Best Player Karlsson auf 2:7 verkürzen.

Pfanni versuchte es weiter, biss sich aber Mal für Mal die Zähne an der gutstehenden Gators-Abwehr aus. Als die Zürcher in der Schlussphase ihr Glück noch mit einem sechsten Feldspieler suchten, war es Conzett mit dem 8:2 ins verlassene Gehäuse den souveränen und verdienten Sieg der Einheimischen vor 200 lautstarken Fans besiegelte – herzliche Gratulation den Gators zum Einzug in die nächste Runde. Für Pfanni war es ein gebrauchter Nachmittag, bei dem definitiv noch nicht viel zusammenpasste.

Klare Worte nach der Niederlage

Captain Schläpfer nach dem Spiel: «Wir haben eine zu schwache Leistung auf den Platz gebracht. Wir erlaubten uns viele Fehler in der Auslösung und waren extrem anfällig auf ihre Konter. Dennoch zeigte es uns gut an welchen Punkten wir in den nächsten Monaten trainieren müssen.»

Auch Doppeltorschütze Karlsson schlug in dieselbe Kerbe: «Wir haben heute gesehen, dass wir als Team noch nicht dort stehen, wo wir sein möchten. Vor allem offensiv haben wir zu wenig Akzente gesetzt und zu wenig Durchschlagskraft entwickelt. Trotzdem nehmen wir einige positive Aspekte aus diesem Spiel mit, müssen unseren Fokus in den kommenden Trainings und Spielen aber klar auf die offensive Entwicklung legen.»

Pfanni hat also definitiv noch einiges an Arbeit vor sich um beim Saisonstart Mitte September bereit zu sein. Der Fokus muss dabei sicherlich auf eine grundsolide Defensive und Zug Richtung Tor gelegt werden, zumal auf Grund der verschiedenen Abgänge viel spielerische Qualität verloren ging.

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