Naturvielfalt fördern: Neue Hilfe für Gartenbesitzer

Invasive Arten verdrängen heimische Pflanzen an Meilens Bächen. Kostenlose Entsorgungssäcke und Fachführungen im Mai unterstützen nun die private Gartenpflege.

Wie die Gemeinde Meilen berichtet, ist sie bekannt für ihre zahlreichen Bäche, die wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen. Sie kühlen im Sommer die Umgebung, vernetzen Lebensräume und bieten den Menschen einen Ort zum Durchatmen und Erholen.
Doch wer genau hinschaut, entdeckt dort invasive Neophyten wie Kirschlorbeer oder Sommerflieder. Diese Pflanzen sehen zwar oft hübsch aus, bieten aber kaum Nahrung oder Lebensraum für unsere heimische Tierwelt und verdrängen andere Arten. Besonders entlang von Bächen können sie sich schnell und unkontrolliert ausbreiten.
Ein Grund dafür ist, dass Tobel und Waldränder illegalerweise als Abladeplatz für Gartenabfälle genutzt werden. Schon kleinste Pflanzenteile aus dem Schnittgut können wieder austreiben und sich rasant verbreiten.
Kostenlose Neophytensäcke
Die Gemeinde setzt deshalb verstärkt auf die Mitwirkung der Bevölkerung. Bereits 2024 wurde die Broschüre «Leben am Bach» an Haushalte mit Zugang zu Gewässern verteilt. Sie zeigt auf, wie ein respektvoller Umgang mit diesen sensiblen Lebensräumen gelingt.
Neu kommt nun ein einfaches, aber wirkungsvolles Angebot dazu: der kostenlose Neophytensack. Diese speziellen Abfallsäcke können bei der Gemeinde bezogen und der regulären Kehrichtabfuhr mitgegeben werden. Denn klar ist: Nur wer Neophyten korrekt im Kehricht entsorgt, verhindert ihre weitere Verbreitung.
Wer mehr erfahren will, kann vom 6. bis 20. Mai 2026 vor dem Gemeindehaus eine Neophyten-Ausstellung besichtigen. Besucherinnen und Besucher können dort invasive Pflanzenarten kennenlernen, die häufig auch in privaten Gärten vorkommen.
Führungen zeigen, wie Bachschutz gelingt
Öffentliche Führungen mit einer Fachperson finden am Samstag, 9. und 16. Mai 2026, jeweils von 10 bis 12 Uhr statt.
Die Botschaft ist klar: Die Bäche sind wertvoll – und ihr Schutz beginnt bei allen. Mit etwas Aufmerksamkeit und dem richtigen Umgang können alle gemeinsam dafür sorgen, dass Meilens Gewässer auch in Zukunft lebendige und vielfältige Lebensräume bleiben.





