Finanzen und Bauen: Volle Agenda für Stimmberechtigte

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Goldküste,

Am 22. Juni entscheidet die Gemeinde Küsnacht über die Jahresrechnung, die BZO-Revision sowie zwei Initiativen zum preisgünstigen Wohnraum und zur Tobelbrücke.

Die Gemeindeverwaltung Küsnacht (ZH).
Die Gemeindeverwaltung Küsnacht (ZH). - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Gemeinde Küsnacht informiert, befinden die Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2026 von Küsnacht über finanz- und raumplanungsrelevante Geschäfte sowie über die zwei Einzelinitiativen «Tobelbrücke» und «Preisgünstiger Wohnraum».

Bei einem Aufwand von 262,1 Millionen Franken und einem Ertrag von 267,3 Millionen Franken schliesst die Jahresrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 5,2 Millionen Franken ab. Budgetiert war ursprünglich ein Aufwandüberschuss.

Ausschlaggebend waren höhere Steuer- und Grundstückgewinnsteuereinnahmen, eine Neubewertung von Liegenschaften sowie tiefere Aufwendungen. Die finanzielle Situation der Gemeinde bleibt stabil.

Netzanstalt Küsnacht und Gesundheitsnetz Küsnacht AG

Die Netzanstalt Küsnacht investierte 5,0 Millionen Franken 2025 hauptsächlich in die Modernisierung und den Ausbau der Infrastruktur für Wasser, Wärme, Strom und Kommunikation. Dank gutem Geschäftsgang wird eine Ertragsbeteiligung von 180'000 Franken an die Gemeinde ausgeschüttet.

Die Gesundheitsnetz Küsnacht AG erzielte 2025 mit einem Gewinn von 0,05 Millionen Franken ein solides und ausgeglichenes Ergebnis. Die Spitex entwickelte sich unter stabiler Führung positiv, während die Alters- und Gesundheitszentren dank hoher Auslastung zentrale Ertragssäulen blieben. Die Integration der Liegenschaften Utzingerstrasse und Erlenweg wurde erfolgreich abgeschlossen.

Revision Bau- und Zonenordnung BZO

Die Gemeinde Küsnacht revidiert ihre Nutzungsplanung, um neue gesetzliche Vorgaben von Bund und Kanton umzusetzen und eine qualitätsorientierte Siedlungsentwicklung zu fördern.

Zentrale Elemente sind die Harmonisierung der Baubegriffe, die Einführung der kommunalen Mehrwertabgabe sowie Vorgaben zu Klimaanpassung und Siedlungsökologie. Gleichzeitig wird die Bau- und Zonenordnung vereinfacht und das Bauen im Bestand sowie der preisgünstige Wohnungsbau gezielt unterstützt.

Einzelinitiative «Neue Abstimmung über die Tobelbrücke»

Die Gemeindeversammlung genehmigte 2018 mit grosser Mehrheit den Eintrag einer Fussgängerbrücke über das Küsnachter Tobel im kommunalen Richtplan. Darauf aufbauend erarbeitete der Gemeinderat ein Brückenprojekt, dessen Finanzierung massgeblich durch eine private Spende von 1,25 Millionen Franken gesichert ist.

Das bereinigte Projekt liegt inzwischen vor. Eine Einzelinitiative verlangt nun eine neue Abstimmung, da sie das Projekt als nicht richtplankonform erachtet. Der Gemeinderat hält am damaligen Volksentscheid fest und empfiehlt die Initiative zur Ablehnung, da die Brücke eine direkte und sichere Verbindung zwischen den beiden Ortsteilen Itschnach und Allmend schafft.

Einzelinitiative Preisgünstiger «Wohnraum in Küsnacht»

Die Einzelinitiative fordert eine Erhöhung des Anteils preisgünstiger Wohnungen um 0,5 Prozent pro Amtsperiode und begründet dies mit steigenden Mieten und einer Gefährdung der sozialen Durchmischung.

Der Gemeinderat verfolgt mit der «Vision 2044» und der Immobilienstrategie 2025 dasselbe Ziel. Er ist jedoch der Ansicht, dass die Zielsetzung der Gemeinde von 15 Prozent subventioniertem Wohnraum aufgrund des Bevölkerungswachstums angemessen und ambitioniert zugleich ist. Er hält weitergehende Vorgaben angesichts des Bevölkerungswachstums für unrealistisch.

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