Geroldswil lehnt ZVV-Tariferhöhung ab

Der Gemeinderat Geroldswil spricht sich gegen die geplante ZVV-Tariferhöhung 2026 aus und fordert Alternativen zur Finanzierung des öffentlichen Verkehrs.

Wie die Gemeinde Geroldswil mitteilt, wurden seit den Tarifmassnahmen 2024 im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) keine Anpassungen mehr vorgenommen. Aufgrund von anspruchsvollen finanziellen Rahmenbedingungen schlägt der ZVV eine Tariferhöhung um durchschnittlich 2,7 Prozent per Dezember 2026 vor.
Hierzu wurden auch die Gemeinden zur Vernehmlassung eingeladen. Der Gemeinderat Geroldswil hat an seiner Sitzung vom 27. April 2026 Stellung zu dieser Vernehmlassung genommen.
Dabei lehnt er die Tariferhöhungen für seine Einwohner ab. Denn mit solchen Tariferhöhungen werden die Pendler «bestraft» und einkommensschwache Haushalte belastet.
Der Gemeinderat ist der Auffassung, dass der vom Kantonsrat geforderte Deckungsbeitrag von 60 Prozent beim ZVV anderweitig als mit Tariferhöhungen erreicht werden soll.
Gemeinderat lehnt Tariferhöhungen ab
Massnahmen wie Tariferhöhungen stehen im krassen Widerspruch zur Attraktivitätssteigerung des Öffentlichen Verkehrs (ÖV). Mit staatlichen Subventionen durch den Kanton Zürich zur Stabilität der ZVV-Tarife wird der Umstieg auf den ÖV gefördert.
Zudem würden diese Subventionen den geplanten Förderzielen beim Klimaschutz und der Ökologie unterstützend wirken. Der Kanton Zürich kann sich solche Subventionen leisten, schliesst doch seine Jahresrechnung 2025 um 629 Millionen Franken besser ab als budgetiert.
Aus all diesen Gründen hat der Gemeinderat Geroldswil zu Gunsten seiner Einwohnern eine ablehnende Stellungnahme über die vorgeschlagenen Tarifmassnahmen beschlossen.





