Zweimal 5:3 – Adliswil verpasst die Wende hauchdünn

Trotz starken Auftritten bleibt der BC Adliswil ohne Zählbares: Gegen BC Uzwil und Zürich gehen zwei ausgeglichene NLA-Duelle jeweils mit 3:5 verloren.

Wie der BC Adliswil berichtet, hofften nach dem Sieg gegen Argovia die Adliswiler Badmintonspieler dass sich der Knopf gelöst hatte. Doch dem ist nicht so.
Am vergangenen Wochenende musste man trotz extremer Ausgeglichenheit zwei knappe 5:3 Niederlagen verdauen und liegt nun wieder einen Punkt hinter dem BC Uzwil.
Starkes Damendoppel
Erneut stand Spielertrainerin De Visch Eijbergen im Damendoppel auf dem Feld. Diesmal an ihrer Seite die bulgarische Topspielerin Hristomira Popovska, die ihr Debut für den BCA gab. Gegenüber stand immerhin die holländische Meisterin im Damendoppel.
Doch wie schnell De Visch Eijbergen bereits wieder ist, zeigte sie in jeder Phase des Spiels. In vier Sätzen gewannen die einheimischen und mit einer abgezockten Finte bei Matchball und 14 schloss die überragende Adliswilerin das Spiel ab. Auf dem Nebenfeld starteten Cunningham/Bourrakadi sensationell. Gleich mit 11:1 holten sie den ersten Satz.
Doch das Spiel konnten sie nicht gewinnen. Dreimal mit dem knappstmöglichen Resultat glichen die Ostschweizer aus. Im ersten Herrendoppel gab der deutsche Topspieler Jan Colin Völker sein Debut. Nach langer Verltzungspause schlug er erstmals im Sihltal auf. Doch erfolgreich war das Debut leider nicht. Zu stark war das Uwziler Duo Tabelling/Panza.
Einzel ausgeglichen
Die vier Einzel die in einer Partie ausgetragen werden, waren diesmal sauber verteilt und alle in drei Sätzen entschieden. Das erste Herreneinzel gewann der Däne Svendson gegen Scheiwiller und im Duell der Juniorinnen behielt Lina Schadegg gegen die Adliswilerin Sharma die Oberhand.
Die Sihltaler holten dafür das Herreneinzel zwei, welches Noah Haase gegen den Jungspund Santiago Araujo gewann und auch das Herreneinzel drei in dem Patrick Zbinden Ex-Adliswiler Manavalan in die Schranken wies.
Mixed entscheidet
Das Mixed musste also zwischen Niederlage und unentschieden entscheiden. Auf der Adliswiler Seite stand erneut Jorina Jann auf dem Platz. Erstmals spielte sie gegen ihren Ex-Club Uzwil. An ihrer Seite stand diesmal Jan Colin Völker.
Ein hochklassiges Spiel, das auf beide Seiten kippen konnte. Der erste Durchgang ging an Uzwil, der zweite an Adliswil. Dann war wieder Uzwil an der Reihe, doch dann den vierten Durchgang ging wieder in die Ostschweiz und besiegelte die Niederlage des Heimteams.
Wie knapp es zwischen den beiden Teams war, zeigte der Spielstand. Da stand es am Schluss 250:251 Punkte …
Dramatisches Derby
Das sonntägliche Derby startete mit einer langen Diskussion um die Spielreihenfolge. Doch schlussendlich startete die Begegnung mit dem ersten Herreneinzel und dem Damendoppel. Scheiwiller erspielte sich da gegen den dänischen Nationalspieler Jaeger-Holm zwar tolle Punkte doch zum Satzgewinn reichte es nicht.
Ganz anders das Damendoppel mit Jann und Popovska. Bereits der erste Satz im Damendoppel bot alles was das Badmintonherz begehrt. Satzbälle auf beiden Seiten und unglaublich lange Rallies. Doch die Stadtzürcher behielten die Oberhand.
Aber ans verlieren dachten die Adliswiler zu keiner Zeit. Jeweils mit 11:9 holten sie sich Durchgang zwei und drei. Und wieder drehte das Spiel, nach weit über einer Stunde siegten die Spielerinnen des BCZ.
Bourrakadi überragend
In bestechender Form und überragend war an diesem Sonntag der deutsche Nationalspieler Malik Bourrakadi. Sowohl im Mixed mit Jorina Jann in vier Sätzen als auch mit Julien Schweiwiller in dramatischen fünf Sätzen und mehreren vergebenen Matchbällen im vierten Satz behielt er die Oberhand und blieb ungeschlagen.
Auch das zweite Doppel mit Völker/Zbinden war eine enge Angelegenheit, ging aber in vier Sätzen an Zürich.
Nur Zbinden siegt im Einzel
Normalerweise sind die Einzel die dominante Disziplin der Sihltaler. Doch an diesem Sonntag konnte nur Patrick Zbinden reüssieren, der Soen Rimmer in vier Sätzen in die Knie zwang. Nishka Sharma im Dameneinzel zeigte zwar eine gute Leistung, aber zum Sieg reichte es der 17 Jährigen Juniorin noch nicht.
Einen ähnlichen Spielverlauf wie das Damendoppel zeigte das Herreneinzel zwei zwischen Schweizermeister Müller und dem holländischen Vizemeister Haase. Ein Spiel das auf absolutem Topniveau geführt wurde.
Müller ging in Führung, doch Haase holte Satz zwei und drei, ehe Müller die Partie erneut auf seine Seite drehen konnte. So resultierte auch am Sonntag wieder eine 5:3 Niederlage und die Adliswiler müssen vom Tabellenende in die letzten Doppelrunde vom 21/22. März.






