Stadt Zürich

Rogenmoser (SVP) neu höchste Zürcherin: «Dieses Amt ist ein Auftrag»

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Zürich,

Die SVP-Kantonsrätin Romaine Rogenmoser aus Bülach ist für ein Jahr höchste Zürcherin.

Romaine Rogenmoser
Romaine Rogenmoser von der SVP ist neue Kantonsratspräsidentin. - keystone

Die Bülacher SVP-Kantonsrätin Romaine Rogenmoser übernimmt für ein Jahr das Präsidium des Zürcher Kantonsrats: Das Parlament hat sie am Montag zur neuen Ratspräsidentin und damit zur «höchsten Zürcherin» gewählt.

«Dieses Amt sei keine Selbstverständlichkeit, es ist ein Auftrag, den ich mit grosser Dankbarkeit annehme», sagte Rogenmoser in ihrer Antrittsrede. Sie trete das Präsidium mit Demut und Respekt an.

Die 54-jährige Betriebsökonomin ist seit 2019 Kantonsrätin. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern.

Rogenmoser wünscht sich lebendige und spontane Debatten. Persönliche Angriffe werde sie nicht tolerieren, ihre Schmerzgrenze liege aber deutlich über dem Durchschnitt, sagte sie und appellierte an den Rat: «Seien Sie beherzt.»

Sie möchte in ihrem Amtsjahr dazu beitragen, die Arbeit des Kantonsrats noch stärker nach aussen zu tragen – auch mit unkonventionellen Methoden. «Sie dürfen gespannt sein», sagte Rogenmoser.

Die neue Ratspräsidentin hofft, Leute dazu motivieren zu können, vermehrt an demokratischen Prozessen teilzuhaben oder vielleicht sogar für ein Behördenamt zu gewinnen.

Zum Schluss bedankte sie sich beim Rat für die Chance zur «Horizonterweiterung und Persönlichkeitsentwicklung».

Beat Habegger Romaine Rogenmoser
Der ehemalige Kantonsratspräsident Beat Habegger (FDP), links, gratuliert Romaine Rogenmoser (SVP), rechts, zu ihrer Wahl zur Kantonsratspräsidentin . - keystone

Rogenmoser wurde am Montag mit 136 Stimmen zur Ratspräsidentin gewählt. Sie löst Beat Habegger von der FDP ab, der die Kantonsratssitzungen im alten Amtsjahr geleitet hatte.

Er war eher unverhofft gewählt worden. Denn ursprünglich sollte Martin Farner (FDP) das Präsidium übernehmen. Dieser trat jedoch aus gesundheitlichen Gründen im Winter aus dem Kantonsrat zurück. Habegger hatte somit nicht viel Zeit, sich einzuarbeiten.

Beat Habegger erntete am Montag im Rat aber sowohl von seiner Nachfolgerin als auch von FDP-Fraktionspräsident Claudio Zihlmann viele lobende Worte für sein Wirken im Amtsjahr.

Erste Vizepräsidentin wird Monika Wicki (SP, Zürich). Sie wurde mit 139 Stimmen gewählt und wird im kommenden Jahr dann das Präsidium übernehmen.

Zweite Vizepräsidentin ist neu GLP-Kantonsrätin Claudia Hollenstein aus Stäfa. Sie erhielt 149 Stimmen.

Damit ist das Präsidium seit 2007 erstmals wieder rein in Frauenhand, wie Markus Schaaf (EVP, Zell), der Präsident der Interfraktionellen Konferenz, betonte.

Mehr aus Stadt Zürich

GC
Bei Barrage zurück
GC
45 Interaktionen
GC-Krise
s
45 Interaktionen
0:2 gegen Servette