Zürich ist neu zweitteuerste Stadt der Welt für Reiche

Teurer Franken: Zürich ist laut einem Ranking von Julius Bär die zweitteuerste Stadt für vermögende Menschen weltweit. Höher sind die Lebenskosten nur in Singapur.

Das Wichtigste in Kürze
- Zürich klettert im Julius-Bär-Ranking binnen eines Jahres auf Platz zwei.
- Der starke Franken treibt dort vor allem Wohneigentum und Gesundheitskosten hoch.
- Weltweit verteuern Inflation und Währungseffekte das Leben für Reiche um 10 Prozent.
Damit ist Zürich im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze gestiegen, wie aus dem aktuellen Julius Bär Lifestyle Index vom Dienstag hervorgeht. Berechnet wurden die Kosten für die Aufrechterhaltung eines «gehobenen Lebensstandards».
Grund für den Aufstieg sei primär die Aufwertung des Frankens gewesen.
Teuer sind in Zürich im globalen Vergleich insbesondere Wohneigentum, Fahrräder, Handtaschen, Gesundheitsleistungen, Augenlaserkorrekturen und Spa-Angebote. Vergleichsweise günstig sind hingegen Privatschulen.
Singapur bleibt teuerste Stadt der Welt
An der Spitze als teuerste Stadt für vermögende Privatpersonen (High-Net-Worth Individuals) blieb Singapur. Dazu trugen laut der Studie hohe Kosten für Wohneigentum und Fahrzeuge sowie die Stärke des Singapur-Dollars bei.
Unter den Top Drei ist zudem Monaco. Hongkong kommt auf Rang 4 und London auf Rang 5. Insgesamt stiegen die Kosten für Reiche aufgrund von Inflation und Währungseffekten im vergangenen Jahr weltweit im Schnitt um rund 10 Prozent in US-Dollar, so die Studie.
Zürich steht für Stabilität
«In einer global vernetzten Welt bestimmen Wechselkurse zunehmend die Lebenshaltungskosten», lautet das Fazit der Studienautoren. Der Aufstieg Zürichs stehe dabei «für Werterhalt in turbulenten Zeiten» und signalisiere für reiche Familien «Stabilität und Vertrauen».
Die Erhebung der Indexdaten wurde Ende Februar 2026 abgeschlossen, die Umfrage endete Anfang März. Die Auswirkungen des Iran-Kriegs sind daher nicht in die Ergebnisse eingeflossen.







