6 Tage nach Eröffnung: Vandalen machen Pausenplatz kaputt

Kaum eröffnet, schon beschädigt: Auf der Schulanlage Obermeilen ZH sind Schäden am neuen Spielplatz aufgetaucht. Die Gemeinde erstattet Anzeige gegen Unbekannt.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schulanlage Obermeilen eröffnete den Pausenplatz am 25. Juni.
- Sechs Tage später waren drei beschädigte Stellen bekannt.
- Die Gemeinde Meilen vermutet E-Scooter als Ursache.
- Meilen hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Am 25. Juni wurde in Meilen ZH am Zürichsee noch gefeiert. Die Schulanlage Obermeilen eröffnete ihren neuen Pausenplatz. Sechs Tage später war die Freude schon angekratzt.
Im farbigen Fallschutzbelag klaffen tiefe Furchen. Auch der Kunstrasen ist beschädigt.
Auf Facebook kursieren Fotos der ramponierten Fläche. Die Frage dazu: «Wer hat hier versagt?»
Gemeinde sieht E-Scooter als Ursache
Die Gemeinde Meilen sieht das anders als einige Nutzer im Netz. Nicht der neue Platz sei das Problem, sondern mutmasslich jene, die ihn zweckentfremdet haben.
Nach aktuellem Kenntnisstand wurden die Schäden durch E-Scooter verursacht. Bekannt sind zwei beschädigte Stellen im Korkbelag und eine im Kunstrasen. Die Gemeinde erstattete Anzeige gegen Unbekannt, die Polizei hat die Spuren dokumentiert.

Die Gemeinde hält gegenüber Nau.ch fest: Weder ein Qualitätsmangel noch normale Abnutzung seien der Grund für die Schäden.
Belag war nie für Fahrzeuge gedacht
Der Untergrund wurde laut Gemeinde bewusst weich gewählt. Korkbelag und Kunstrasen dienen als Fallschutz für Kinder. Für Fahrzeuge sind sie nicht gedacht.
Es handle sich um einen Spielplatzbereich, entsprechend sei der Bodenbelag ausgewählt worden, so die Gemeinde.
Im Netz wird dennoch über Planungsfehler und fehlende Aufsicht diskutiert. Die Gemeinde verweist dagegen auf falsche Nutzung: «Vandalismus oder unsachgemässe Nutzung lassen sich leider nicht vollständig verhindern.»
Wer bezahlt den Schaden?
Nun soll repariert werden. Ein Landschaftsarchitekt holt eine Offerte ein, ein Termin steht noch nicht fest. Zunächst dürfte die Gemeinde zahlen. Danach prüft sie Versicherungsschutz und eine mögliche Haftung der Verursacher.
Auf dem Areal sollen nun Verbotsschilder und Nutzungsregeln angebracht werden. Eine Videoüberwachung mit Reglement gibt es bereits.

Auch eine andere Behauptung aus dem Facebook-Beitrag rückt Meilen übrigens zurecht: Acht Millionen Franken habe der Platz nicht gekostet. Bewilligt wurde ein Kredit von 1,37 Millionen Franken für Kunstrasenplatz und Bewegungsraum. Die Kosten liegen laut Gemeinde im Rahmen.









