Flughafen Zürich kann Verspätungen nach 23 Uhr senken

Keystone-SDA Regional
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Kloten,

2025 hat der Flughafen Zürich die Zahl der verspäteten Flüge nach 23 Uhr senken können. Nach dem Passagierrekord von 32,6 Millionen rechnet er 2026 mit mehr als 33 Millionen Passagieren.

Lukas Brosi, CEO des Flughafens Zürich, konnte am Dienstag unter anderem rekordhohe Passagierzahlen verkünden.
Lukas Brosi, CEO des Flughafens Zürich, konnte am Dienstag unter anderem rekordhohe Passagierzahlen verkünden. - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Um die Verspätungen weiter zu senken, brauche es zusätzliche Massnahmen, sagte CEO Lukas Brosi am Dienstag vor den Medien. Er nannte etwa die geplanten Pistenverlängerungen oder die Betriebsreglementänderung, die unter anderem Südstarts erlauben würde.

Es sei aber schon gelungen, die verspäteten Abflüge gegenüber 2024 klar zu senken, sagte Brosi weiter. Die Landungen nach 23 Uhr lagen rund 22 Prozent tiefer als im Vorjahr, die Starts um 13,5 Prozent. Auf diese Zeit fokussiert auch die kantonale «Nachtruhe-Initiative», die dem Flughafen ein Dorn im Auge ist. Flüge nach 23 Uhr wären bei einer Annahme nicht mehr möglich.

Noch in diesem Monat soll die Initiative im Kantonsrat besprochen werden. Die zuständige Kommission sprach sich schon dagegen aus. «Ein erfolgreiches Land braucht einen gut funktionierenden Flughafen», sagte Brosi. Im europäischen Vergleich habe der Flughafen Zürich schon heute die kürzesten Betriebszeiten.

Dass sich viele Gemeinden, darunter die Stadt Zürich, gegen das neue Betriebsreglement wehren, ärgert Brosi nicht, wie er auf die Frage eines Journalisten antwortete. «Es ist unsere Pflicht, Verbesserungen bei der Sicherheit und der Pünktlichkeit umzusetzen. Wir spielen die Regionen nicht gegeneinander aus». Es sei aber normal, dass die Änderungen zu regionalen Betroffenheit führen würden.

Wegen der Situation im Nahen Osten mit dem Iran-Krieg kommt der Flughafen den Passagieren entgegen. «Wer ein Auto länger parkiert lassen muss als geplant, muss nicht die vollen Gebühren bezahlen, sagte Brosi. Auch den Fluggesellschaften komme der Flughafen bei den Gebühren entgegen.

Derzeit würden vor allem die Airlines aus dem Nahen Osten Zürich anfliegen. Die Swiss setzte die Flüge nach Dubai bis am 15. März aus, nach Tel Aviv bis am 2. April.

Ein Geldsegen erwartet die Aktionäre des Flughafens. Der Kanton Zürich, der 33,33 Prozent der Flughafenaktien hält, dürfte in diesem Jahr eine Ausschüttung von rund 87 Millionen Franken erhalten. Die Stadt Zürich mit 5 Prozent der Stimmrechte kann mit etwa 13 Millionen Franken rechnen.

Statt zuletzt 5.70 Franken pro Aktie wird die Dividende in diesem Jahr 8.50 Franken betragen. Der Reingewinn nahm um 5,8 Prozent auf 346 Millionen Franken zu. Künftig dürfte der Gewinn aber wieder tiefer ausfallen, sagte Brosi.

Seit der Privatisierung im Jahr 2000 hat der Flughafen Zürich 647 Millionen Franken Dividenden an Bund, Kanton und Gemeinden ausgeschüttet, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht.

Am Flughafen Zürich wird derzeit viel gebaut. Unter anderem entsteht ein neues Dock A mit Tower, während des laufenden Betriebs. Die Gepäcksortieranlage wird erneuert und die Sicherheitskontrolle umgerüstet. Bis Sommer sollen alle vier Stockwerke so umgerüstet sein, dass Passagierinnen und Passagiere Laptops und Flüssigkeiten im Handgepäck lassen können, wie Brosi sagte. Eines ist bereits in Betrieb, noch vor Ostern soll ein zweites bereit sein.

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