Zürcher: «Und Menschen brünzeln an den Hauseingang»

Hündeler in Zürich kritisieren die neue Urin-Regel in Chiasso TI. Sie zweifeln an der Umsetzung und verweisen auf Wildpinkler auf zwei Beinen.
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Das Wichtigste in Kürze
- In Chiasso müssen Hündeler den Urin beseitigen – die neue Regel wird kritisiert.
- Ein Zürcher Hündeler fragt, was die Stadt denn gegen zweibeinige Wildpinkler tut.
- Und eine Hundehalterin sagt offen, dass sie sich nicht an die Regel halten würde.
Chiasso schreibt landesweit Schlagzeilen – und verärgert Hündeler: In der Tessiner Stadt müssen Herrchen und Frauchen ab Mitte August den Urin ihres Hundes verdünnen und so beseitigen. Deswegen ist es Pflicht beim Gassi-Gehen, eine Wasserflasche dabei zu haben.
Doch was halten Hundehalter davon? Nau.ch hat sich in Zürich umgehört.
Der Tenor ist eindeutig: Die neue Regel steht in der Kritik. «Voll daneben», kommentiert Corinne die neue Verordnung.
Man beschäftigt sich mit Kleinigkeiten, sagt Eveline. «Ich verstehe uns Schweizer manchmal einfach nicht.»
Andrea findet es schwierig, die neue Regel ernst zu nehmen. Man versäuert den Hündelern immer mehr das Leben. Sie sieht vor allem für Hundesitter, die mit mehreren Tieren unterwegs sind, Schwierigkeiten. «Mit zehn Hunden bin ich gespannt, wie die dann die zehn Liter Wasser tragen.»
Und sie glaubt, dass Hunde nicht die einzigen Sündenböcke sind. «Ich glaube, dass viel stinkendes Pipi nicht von Vierbeinern, sondern von Zweibeinern kommt.»
Das sagt auch Duri: «Alle, die Party machen und dann an einen Hauseingang brünzeln – müssen die auch Wasser dabei haben?»
Er betont, dass er es richtig findet, dass der Hundekot entfernt werden muss. Die Urin-Regel sei auf dem Papier zwar schön, Er zweifelt jedoch an der effektiven Durchsetzung.
Hündelerin: Dann halte ich mich einfach nicht ans Gesetz
Doch hält die neue Verordnung die Hündeler davon ab, mit dem Vierbeiner nach Chiasso zu gehen?
Nein, findet Corinne. «Ich werde mich einfach nicht ans Gesetz halten und eine Busse riskieren.» Anders sieht es Eveline: Sie wird in naher Zukunft nicht mehr mit dem Hund ins Tessin gehen.
Duri hingegen sagt, er würde weiterhin nach Chiasso gehen und dann einfach eine Wasserflasche mitnehmen. Es sei ja ähnlich wie bei einem Besuch in Italien. Dort müsse man halt einen Maulkorb dabei haben.









