Tierschutz-Stiftung sucht in Winterthur nach Raum

In Winterthur könnte es bald ein neues Angebot für Tierhalter mit bescheidenen finanziellen Mitteln geben.

Die renommierte Susy Utzinger Stiftung (SUST) streckt ihre Fühler nach Winterthur aus – und sucht nach einem kleinen Raum, um einen Teil des Angebots in der Stadt Winterthur anzubieten. Mit Sitz in Turbenthal ist die Stiftung für Tierschutz eine wichtige Einrichtung im Bezirk Winterthur.
Die 2000 von Susy Utzinger – einer Schweizer Vorreiterin im Tierschutz – gegründete Stiftung engagiert sich unter dem Motto «Tierschutz mit Herz und Verstand» für das Tierwohl und setzt dabei besonders auf Nachhaltigkeit.
Die SUST basiert auf den vier Pfeilern Tierheimunterstützung, Kastrationsaktionen, Aus- und Weiterbildung von Fachkräften sowie Aufklärung der Bevölkerung und ist nicht nur in der Schweiz, sondern auch in neun weiteren Ländern tätig.

Zusätzlich bietet die SUST Soforthilfe für Tiere an, um kranke Tiere veterinärmedizinisch zu behandeln. Genau dafür wird nun eine Räumlichkeit in der Stadt Winterthur gesucht.
Kostenlose Sprechstunden
Eine dieser Soforthilfe-Dienstleistungen ist die Sozialarbeit für Tiere SOFT, bei der an mehreren Orten in der Schweiz kostenlose Sprechstunden für tierhaltende Personen, die von Armut betroffen sind, angeboten werden.
Die Sprechstunde wird derzeit in der SUST-Zentrale in Turbenthal angeboten. Nun sucht die Stiftung jedoch eine Räumlichkeit direkt in der Stadt Winterthur.
Die Stiftung
- Die Susy Utzinger Stiftung wurde 2000 gegründet.
- Aktuell sind dort zehn Mitarbeitende sowie mehrere Hundert Freiwillige im Einsatz.
- Die SUST ist neben der Schweiz in neun weiteren Ländern tätig.
- 2025 wurden weltweit rund 21'000 Tiere kastriert, davon 650 Hunde und 14'500 Katzen.
- Im selben Jahr wurden 15'500 Tiere in Tierwaisenhospitälern behandelt und 122 Tonnen Tierfutter an Partnerbetriebe und Partnertierschutzprojekte geliefert.
«Wir haben gemerkt, dass ein zentralerer und besser erreichbarer Ort für die Sprechstunden gewünscht wird», erklärt Projektleiterin Corinne Frana.
«Im Rahmen dieser Sprechstunden werden die Tiere kostenlos untersucht, kleinere Behandlungen wie die Reinigung der Augen und Ohren durchgeführt, Gewebeproben entnommen oder Impfungen durchgeführt», so Frana weiter.
Ein kleiner Raum reicht
Die Anforderungen an die Räumlichkeit in der Stadt Winterthur sind bescheiden. «Wir suchen einen 15 bis 20 Quadratmeter grossen Raum mit einem Tisch, genügend Tageslicht und fliessendem Wasser», so Frana.
Obwohl dort keine invasiven Behandlungen vorgenommen werden, sollte der Boden robust sein. Benötigt wird der Raum einmal alle drei Monate an einem Mittwoch- oder Freitagnachmittag für vier Stunden.
Wichtig dabei: Da die Stiftung durch Spenden finanziert wird, kann für die Räumlichkeit keine Miete bezahlt werden. «Mit der Bereitstellung eines Raums für die Sprechstunde leistet man nicht nur einen Beitrag zum Tierwohl, sondern tut auch den Tierhalterinnen und Tierhaltern etwas Gutes», appelliert die Projektleiterin, sich bei der Stiftung zu melden.
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst in den «Winterthurer Zeitung» erschienen.





