Tiefer Seepegel: Besitzer evakuiert Boot an der Goldküste mit Heli

    Nico Leuthold
    Nico Leuthold, Riccardo Schmidlin

    Goldküste,

    Der Wasserstand des Zürichsees ist aussergewöhnlich tief. Einem Bootsbesitzer bleibt nur eine Lösung, um sein Segelboot zu retten: der Transport mit einem Heli.

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    Der Pegel ist so tief, dass ein Bootsbesitzer keine andere Lösung sah, als sein Boot mit dem Helikopter auszufliegen. - Nau.ch/Nico Leuthold

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Bootsbesitzer an der Goldküste zahlt rund 2000 Franken für die Evakuierung seines Boots mit dem Helikopter.
    • Ein Kran wäre laut dem Besitzer deutlich teurer als der Helikopter gewesen.
    • Wann das Segelboot wieder in den Hafen kann, bleibt wegen des Pegelstands offen.

    Spektakuläre Szenen an der Zürcher Goldküste: Bei der Yachtswerft Portier in Meilen schwebt am Montagnachmittag plötzlich ein Segelboot über dem Zürichsee. Und Nau.ch ist live dabei.

    Der Grund für das fliegende Boot: Der Wasserstand ist derzeit niedrig wie noch nie. So niedrig, dass Besitzer Andy Asfour (65) sein Schiff nicht mehr auf herkömmlichem Weg aus dem Hafen bringen konnte.

    Helikopter «einzige Möglichkeit»

    Asfour hatte Angst, dass es bei dem tiefen Pegelstand kippen und beschädigt werden könnte.

    «Infolge des derzeit tiefen Wasserstands im Zürichsee konnte ich mein Segelschiff nicht mehr aus dem Hafen nehmen. Die einzige Möglichkeit, das Schiff vor dem Umkippen zu bewahren, bestand darin, es per Helikopter auszufliegen», sagt er.

    Andy Asfour
    Andy Asfour zahlt 2000 Franken, um sein Boot per Helikopter zu evakuieren. - Nau.ch/Nico Leuthold

    Ein Kran kam für ihn nicht infrage. «Dafür hätte es einen Riesenkran gebraucht. Die Kosten wären deutlich höher gewesen als beim Helieinsatz.»

    Der Helikopter sei ohnehin gerade in der Nähe gewesen, weshalb sich der spektakuläre Einsatz finanziell in Grenzen gehalten habe. Grössenordnung: «Rund 2000 Franken», verrät der Bootsbesitzer.

    Bootsbesitzer hofft auf «einmalige Sache»

    Wie lange der Zürichsee noch so wenig Wasser führt, ist offen. Für Asfour ist deshalb auch unklar, wann sein Segelschiff wieder zurück in den Hafen kann. «Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich nächstes Jahr mein Schiff wieder ins Wasser bringen kann.»

    Für den 65-Jährigen ist der Helikopter-Einsatz jedenfalls keine alltägliche Lösung, sondern eine Notmassnahme. «Drastische Zeiten erfordern drastische Massnahmen. Das ist eine einmalige Sache.»

    Und Asfour hofft, dass es tatsächlich dabei bleibt. Er hofft, dass das nächste Tiefwasser erst wieder in 70 Jahren kommt. «Dann haben andere das Sagen.»

    Hast du dein Boot auch schon aus dem Wasser geholt?

    Mit einem Pegelstand von 405,25 Meter liegt der Zürichsee derzeit rund 22 Zentimeter unter dem bisherigen Niedrigwasserrekord von 1952.

    Kommentare

    User #3218 (nicht angemeldet)

    Sollen wir samneln gehen?... 😉 😂

    User #2837 (nicht angemeldet)

    Finde ich eine kreative und gute Lösung!

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