Stadt Zürich

Zürichsee ist auf historischem Tiefstand

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Der Zürichsee ist auf dem tiefsten Stand seit Messbeginn angelangt. Das hat Folgen für Badis und die Schifffahrt.

Der Pegelstand des Zürichsees liegt so tief wie noch nie seit Messbeginn. Das hat Folgen für Seerundfahrten, die Fähre oder auch die Horgner Wasserballer.
Der Pegelstand des Zürichsees liegt so tief wie noch nie seit Messbeginn. Das hat Folgen für Seerundfahrten, die Fähre oder auch die Horgner Wasserballer. - KEYSTONE/ANDREAS BECKER

Auf 404,45 Meter über Meer lag der Pegel des Zürichsees am Dienstagabend an der Messtation des Bundes am Zürichhorn. Damit wurde der bisherige Tiefstwert von 1952 mit damals 405,46 Metern gebrochen. Gemessen wird seit 1951.

Beim Zürichsee dauert es wegen der möglichen Regulierung beim Abfluss länger bis der Pegel sinkt als etwa beim Bodensee. Doch die anhaltende Trockenheit setzte auch dem Zürcher Gewässer zu. Das zeigte sich in den letzten Tagen an verschiedenen Orten.

Die Fähre Horgen-Meilen lässt seit Anfang Woche keine schweren Lastwagen mehr zu. Auch Lenker von Sportwagen oder anderen tiefergelegten Autos dürfen die Fähre nicht mehr benutzen. Begründet wird dies mit dem tiefen Wasserstand. «Je tiefer der Seespiegel liegt, desto steiler wird der Übergang zwischen Rampe und Schiff», schreibt die Zürichsee-Fähre auf ihrer Website.

Rund um den See liegen viele privaten Boote auf dem Trockenen. In Stäfa sperrte die Badi einen Steg aus Sicherheitsgründen. Sprünge ins Wasser könnten wegen des tiefen Wasserstandes zu Verletzungen führen, so die Begründung.

Heimstätte der Wasserballer geschlossen

Auf dem Trockenen sitzen auch die erfolgreichen Wasserballer in Horgen. Ihre Heimstätte, das Sportbecken im Seebad Käpfnach, ist seit Freitag gesperrt. Das im See schwimmende Becken berührte an einem Ort bereits den Seeboden. Notfallmässig musste das Chlorwasser aus dem Becken gar direkt in die Kanalisation geleitet werden, wie der «Tages-Anzeiger» berichtete.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt stellte die Zürichsee-Schifffahrtsgesellschaft (ZSG) die Fahrten der Limmatboote ein. Auch bei den Seerundfahrten gibt es diverse Einschränkungen, die Insel Ufenau fahren die Schiffe gar nicht mehr an.

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