Run auf Zürcher Kinderzirkus Robinson

Beim Kinderzirkus Robinson wird auch in den Sommerferien trainiert. Ende August zeigen die Kinder und Jugendlichen ihr Stück «Stadt, Land, Zirkuss».

In den Lokalitäten des Kinderzirkus Robinson an der Hofwiesenstrasse ist auch während der Sommerferien viel los. Das Angebot an Ferienaktivitäten ist vielfältig und beliebt.
Einige Kinder kommen jedes Jahr wieder. Oder sie machen in einer der Zirkusgruppen mit, wie zum Beispiel bei «Robinson-Stage».
Robinson-Stage richtet sich an Kinder und Jugendliche, die ihre Fähigkeiten gezielt weiterentwickeln möchten und bereit sind, regelmässig am Mittwochnachmittag zu trainieren sowie an öffentlichen Auftritten mitzuwirken.
Das Training umfasst eineinhalb Stunden Basistraining in Akrobatik und darstellenden Künsten sowie ein bis zwei Stunden Vertiefung in ausgewählten Schwerpunkten. «Die Kinder können aus insgesamt neun Angeboten zwei Schwerpunkte wählen.

Wenn möglich berücksichtigen wir diese Wünsche», erklärt Bereichsleiter Julian Bläsi. Zu den Höhepunkten von Robinson-Stage gehört die jährliche Produktion eines neuen Stücks.
In diesem Jahr ist es «Stadt, Land, Zirkuss». Insgesamt 46 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren wirken mit. «Wir sind mit dieser Anzahl übervoll», betont Bläsi.
Was hält die Kinder während einer ganzen Saison beim Zirkus? «Tolle Auftritte, mitdenken, zusammenarbeiten und Begeisterung. Die Auftritte sind die Höhepunkte.»
Die Kinder und Jugendlichen werden von vier Trainerinnen und Trainern begleitet. «Alle Kinder haben ein Talent. Wichtig ist das Erfolgserlebnis», betont Julian Bläsi. Fünf bis sieben Aufführungen sind geplant.
«Die Eltern können freiwillig mithelfen», sagt Bläsi. «Wir gehen auch gerne Kooperationen ein, so zum Beispiel mit der Schule Holderbach. Aber natürlich braucht es eine gewisse Infrastruktur.»
Am 22. August tritt Robinson-Stage erstmals am Sommerkino in der Europaallee auf. Ein weiterer Auftritt folgt am Theaterspektakel. «Der Kinderzirkus Robinson hat zwei Hauptbereiche.
Zum einen sind es unsere Kurse, zum anderen bühnenorientierte Angebote, bei denen Auftritte und Produktionen im Mittelpunkt stehen», erläutert Stefano Mengarelli, Gesamtleiter und Geschäftsführer des Kinderzirkus Robinson.
Zum Letzteren gehört neben Robinson-Stage das Ensemble, welches acht Stunden pro Woche an zwei Tagen trainiert, und das Varieté für Jugendliche ab 15 Jahren. «Mit den verschiedenen Angeboten wollen wir den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen begegnen.»
Das Ensemble ist ein Familienprojekt, bei dem auch die Eltern mitarbeiten. Trainerinnen und Trainer werden intern ausgebildet. Bereits ab 14 Jahren können Interessierte Assistenztrainer werden.
Stabile Freundschaften
Der Kinderzirkus Robinson wurde 1960 gegründet. 1979 zog er von der Freizeitanlage Buchegg an die Hofwiesenstrasse. Die Lokalitäten an der Hofwiesenstrasse gehören der Stadt.
Weitere Informationen
Nächste Vorstellungen von «Stadt, Land, Zirkuss»:
Sa., 22.8., 18 Uhr: Europaallee
Mi., 26.8., 15.30 Uhr: Theater Spektakel
«Vielleicht gibt es in einer sich verdichtenden Stadt und in einer immer früher eng getakteten schulischen Laufbahn schlicht viel zu wenig Orte wie den Kinderzirkus Robinson.»
«Orte, wo Kinder über viele Jahre hinweg stabile Freundschaften aufbauen können, sich mit Freude am Experimentieren kreativ und ohne Leistungsdruck entwickeln und entfalten können. Wo sie Zugewandtheit und Spass erleben und für ihr Engagement auch noch Lob und Bewunderung ernten», fasst Stefano Mengarelli seine Philosophie zusammen.
«Vielleicht ist dies ein Grund, weshalb sich Robinson seit Jahrzehnten eines ungebremsten Zulaufs erfreut und weshalb Eltern ihre Kinder schon im Vorkindergartenalter zu den Kursen anmelden.»
Hinweis
Dieser Artikel ist zuerst im «Tagblatt Zürich» erschienen.





