Vor GC – Regensdorf-Coach: «Spieler direkt aus Ferien ans GC-Spiel»

Am Samstag empfängt Zweitligist FC Regensdorf im Cup die Grasshoppers. Coach Beat Studer verrät: Einige Spieler kommen erst am Vorabend aus den Ferien heim.

Das Wichtigste in Kürze
- Um 18 Uhr kommt es am Samstag zum Cupspiel Regensdorf (2L) gegen GC.
- FCR-Trainer Beat Studer erklärt im Nau.ch-Interview, was er erwartet.
- Vor zwei Jahren kassierte Regensdorf ein 0:9 gegen die Hoppers – jetzt soll ein Tor her.
Vor zwei Jahren zieht der FC Regensdorf im Cup das grosse Los und trifft auf Rekordmeister GC. Bei regnerischem Wetter setzt es für den Underdog ein 0:9. Spieler Anthony Gullo verpasste damals nur knapp ein Tor von der Mittellinie.
00:00 / 00:00
Am Samstag darf das Team von Ex-Profi Beat Studer (57) jetzt nochmal gegen die Hoppers ran. Der ehemalige FCZ- und Aarau-Profi erklärt, wie er die Aufgabe mit seinem Team angehen will.
Nau.ch: Beat Studer, Sie treffen mit Regensdorf im Cup auf GC. Für Ihr Team ist es gleich der Saisonauftakt?
Beat Studer: Genau, für uns ist es das erste offizielle Pflichtspiel.
Nau.ch: Dann könnte man ja gleich einen Nagel einschlagen und die Hoppers ausschalten?
Beat Studer: (lacht) Ich habe viele Spieler, die direkt aus den Ferien anreisen und sich das Cup-Highlight nicht entgehen lassen wollen. Wir geniessen das als Fest, was dabei herauskommt, werden wir sehen. Ich persönlich glaube nicht, dass ein Zweitligist gegen Profis – die schon in der Meisterschaft stehen – eine reelle Chance hat. Darum geniessen wir es einfach.

Nau.ch: Es reisen wirklich einige Spieler direkt vom Flughafen ans Spiel?
Beat Studer: Ja, sie kommen am Freitagabend an, packen ihre Koffer aus und kommen am Samstag ans Cup-Spiel.
Nau.ch: Was nimmt man sich als Underdog für so ein Spiel vor? Dass es ein lässiger Tag und man den Favoriten vielleicht ärgern kann?
Beat Studer: Wir durften vor zwei Jahren schon mal gegen GC spielen (0:9, d. Red.). Man hat zwei Varianten: Man kann hinten reinstehen, beissen, kratzen und «spitzen», verliert 0:4 und es war anständig. Oder man probiert selber, ein bisschen frech zu sein und Fussball zu spielen. Dann schaut man, was dabei rauskommt.
Wir haben uns vor zwei Jahren für die zweite Variante entschieden und etwas daraus gelernt. Wir werden versuchen, uns teurer zu verkaufen, ein Tor zu erzielen. Trotzdem ändert sich nichts daran, dass für uns die Meisterschaft zählt.

Nau.ch: Wie muss man sich die Organisation für so ein Spiel vorstellen? Gibt es eine Zusatztribüne und ein paar Würste und Bier mehr zu verkaufen?
Beat Studer: Ich hoffe es sehr, für uns alle. Wir stellen eine Zusatztribüne für die GC-Fans auf. Beim letzten Mal waren es bei Regen 3500 Zuschauer. Für diesen Samstag sieht es schöner aus. Ich hoffe, die Leute kommen und wir können davon profitieren.

Für einen kleinen Club ist es ein enormer Aufwand, was von Verbands-, Polizei- oder TV-Seite her erfüllt werden muss. Die Cup-Romantik gibt es wohl nur noch für die, die auf dem Platz stehen. Für die Organisatoren ist es mittlerweile schwierig geworden.
Nau.ch: Fassen wir zusammen: Die Favoritenrolle gehört klar den Grasshoppers?
Beat Studer: (lacht) Ja, ich wäre froh, wenn wir auch ein Tor schiessen könnten und unsere Fans auch einmal jubeln dürften.












