Oberländer Gemeinden entscheiden über Zukunft des Spitals Wetzikon

Neun Oberländer Gemeinden entscheiden heute über zusätzliche Beiträge an das krisengeplagte Spital Wetzikon, das ohne Kapitalerhöhung vor dem Konkurs steht.

Neun Gemeinden im Zürcher Oberland entscheiden heute Sonntag über ihre Beiträge für das Spital Wetzikon. Das Spital steckt seit vergangenen Jahr in der Krise. Ohne Aktienkapitalerhöhung droht der Konkurs.
Über die Beiträge abgestimmt wird in Wetzikon, Hinwil, Wald, Gossau, Dürnten, Bäretswil, Bauma, Rüti und Bubikon. Die Exekutiven in den beiden letztgenannten Gemeinden sind gegen die finanzielle Unterstützung des Spitals, in den anderen Gemeinden empfehlen die Exekutiven ein Ja einzulegen.
Gemeindeversammlungen stimmen zu
Fischenthal, Dürnten und Grüningen haben den Beiträgen bereits an Gemeindeversammlungen zugestimmt. Insgesamt sollen die Eigentümergemeinden 50 Millionen Franken einschiessen. Damit die Sanierung gelingt müssen im Frühjahr 2026 aber auch die Gläubiger dem Sanierungsplan zustimmen. Diese werden voraussichtlich auf einen grossen Teil ihrer Forderungen verzichten müssen.
Das Spital Wetzikon geriet in finanzielle Schieflage weil es im vergangenen Jahr eine fällige Anleihe in der Höhe von 170 Millionen nicht zurückzahlen konnte. Das Geld wurde 2014 für die Realisierung des geplanten Neubaus aufgenommen. Der Spitalbetrieb läuft bis auf Weiteres aber normal weiter.




