Norovirus-Alarm in Bülach ZH: «Frechheit gegenüber den Angehörigen»

Valentin Köpfli
Valentin Köpfli

Bülach,

Schock für Hunderte Angehörige: In der Kaserne Bülach ZH bricht das Norovirus aus – der Besuchstag wird nur Minuten vor Beginn ersatzlos gestrichen.

Waffenplatz Bülach
Der Waffenplatz Bülach ZH kämpft gegen das Norovirus. - Instagram / fuschule_63

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Armeeangehöriger hat sich in der Kaserne Bülach mit dem Norovirus infiziert.
  • Es gibt mehrere Verdachtsfälle.
  • Der heutige Besuchstag wurde kurzfristig abgesagt.
  • Nau.ch hat mit Eltern gesprochen.

Alarm in der Kaserne Bülach ZH: Ein Armeeangehöriger hat sich mit dem hochansteckenden Norovirus infiziert. Der Erreger führt zu schwallartigem Erbrechen und starkem Durchfall.

Am Freitagabend klagte der Betroffene über Magen-Darm-Beschwerden und begab sich zur Krankenstation. Dort wurde er behandelt und getestet. Über Nacht kamen eine Handvoll weiterer Verdachtsfälle hinzu.

Am Samstagmorgen ergab das Testresultat schliesslich: Der Betroffene leidet am Norovirus. Das teilt der Kommandant der Rekrutenschule, Beat Stettler, auf Instagram mit. Armeesprecher Stefan Hofer bestätigt den Vorfall auf Anfrage von Nau.ch.

Der Kommandant schreibt: «Da die Gesundheit von uns allen Vorrang hat, musste ich mich schweren Herzens entscheiden, den Besuchstag kurzfristig abzusagen. Ein Ersatzdatum ist nicht vorgesehen.»

«Eine Frechheit gegenüber den Angehörigen»

Die Eltern eines Rekruten schildern gegenüber Nau.ch den Ablauf vor Ort: «Am Freitagabend um circa 22:30 Uhr wurden alle Rekruten aufs Zimmer geschickt und mit Masken ausgestattet.»

Heute Morgen um sieben Uhr soll ihrem Sohn gesagt worden sein, dass der Besuchstag stattfindet. Schliesslich sei der Anlass dann aber 15 Minuten vor Beginn abgesagt worden.

Hast du dich schon mal mit dem Norovirus infiziert?

«Vor der Kaserne standen schon mehrere hundert Angehörige. Viele Verwandte warteten mehrere Stunden rund um Bülach, weil sie eigentlich ihre Angehörigen mitnehmen wollten.»

Das Abtreten sei jedoch erst auf 17 Uhr geplant gewesen, wie kurz vor Mittag kommuniziert worden sei.

Sie kritisieren das Vorgehen deutlich: «Was heute abgelaufen ist, ist eine Frechheit gegenüber den Angehörigen, die weit angereist sind. Sonst muss man betonen, dass die Kaserne Bülach eine gute Führung hat.»

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