Kunsthaus Zürich zeigt Sammlung E.G. Bührle in neuer Form

Die umstrittene Sammlung Bührle wird im Kunsthaus Zürich in einer neuen Ausstellung präsentiert. «Zwischenstand. Sammlung Bührle» nennt sich die Schau, die zwischen Rückblick und Ausblick angesiedelt ist.

Nachdem die vieldiskutierte Ausstellung «Eine Zukunft ohne Vergangenheit. Sammlung Bührle: Kunst, Kontext, Krieg und Konflikt» von 2023 bis 2025 zu sehen war, soll für das Jahr 2027/2028 eine «neue, thematisch fokussierte Präsentation» der Bührle-Sammlung konzipiert werden.
Bis es soweit ist, werden ab dem 10. April fast sämtliche Werke aus der Dauerleihgabe der Stiftung Sammlung E. G. Bührle in einer Salonhängung gezeigt. Bei dieser werden die Gemälde jeweils besonders dicht aneinandergehängt. Damit wolle man den Umfang und die Vielfalt der Sammlung veranschaulichen, heisst es in einer Mitteilung des Kunsthauses vom Donnerstag.
Zu sehen seien unter anderem «Le Semeur au soleil couchant» von Vincent van Gogh oder «Irène Cahen d'Anvers» von Auguste Renoire. Den Fokus legt die zwischenzeitliche Ausstellung auf drei Asprekte: Den kunsthistorischen Kontext, die Rolle jüdischer Sammlerinnen und Sammler für die Moderne sowie den Kontext der Sammlung und die Beziehung zum Kunsthaus.
Die Sammlung hat der Waffenhändler Emil Bührle (1890-1956) aufgebaut. Sie ist in Zürich seit Jahren ein Politikum. Eine Untersuchung kam 2024 zum Schluss, dass die bisherige Provenienzforschung nicht ausreichend war. Viele der Werke waren zur NS-Zeit in jüdischem Besitz. Per 1. April nehme das Kunsthaus Zürich die Provenienzforschung zur Bührle-Sammlung wieder auf, teilte dieses mit. Die Stadt Zürich hatte im Februar die Mittel dafür gesprochen.





