Stadt Zürich

    Fast alle Sugus-Bewohner wehren sich vor Gericht

    Nicola Aerschmann
    Nicola Aerschmann

    Zürich,

    Die Kündigungen an die Adresse der Sugus-Bewohner in Zürich bewegen weiterhin. Fast alle Mieter fechten den Rauswurf an – ein seltenes Ereignis.

    Sugus
    Die Sugus-Kündigungen lösten grosse Proteste aus. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bis Ende September müssen die Sugus-Mieter in Zürich raus.
    • Allerdings muss sich nun die Schlichtungsbehörde mit den Kündigungen befassen.
    • Denn 90 von 100 Parteien wehren sich – laut dem Mieterverband ist das «ausserordentlich».

    Der Streit um die Sugus-Kündigungen geht in die nächste Runde: Eigentlich müssen die 100 Mietparteien per Ende September raus. Das wollen viele von ihnen aber nicht hinnehmen.

    Wie SRF in der Sendung «Schweiz aktuell» berichtet, fechten gut 90 Parteien die Leerkündigung an. Fast alle gehen also vor die Schlichtungsbehörde.

    Laut Walter Angst vom Mieterverband Zürich ist das ein besonderes Phänomen: «Dass fast alle Parteien die Kündigung anfechten, ist ausserordentlich selten.»

    Er spricht von einem einmaligen Protest. In anderen Fällen seien etwa die Hälfte der Betroffenen vor Gericht gezogen.

    Solidarität in Sugus-Blöcken besonders gross

    Angst erklärt sich die heftige Reaktion im Falle der Sugus-Häuser mit der Solidarität unter den Mietern.

    Es gebe einen starken Zusammenhalt. Schon nach Bekanntwerden der Kündigungen zeigte sich diese in einem gross angelegten Protest.

    Der gerichtliche Weg ist auch nötig, weil die Eigentümerin nicht mit den Bewohnern sprechen will.

    Möglich ist laut Angst, dass es nun eine Erstreckung gebe. Maximal sind das vier Jahre – üblich wären bis zu eineinhalb Jahre.

    Findest du es richtig, dass die Sugus-Mieter vor Gericht gehen?

    Angst betont, dass bei den Sugus-Häusern Prognosen schwierig seien. Denn es handelt sich um einen speziellen Fall. Bis zu einem Ende der Verfahren könne es dauern, so der Mann vom Mieterverband.

    Mieter sollten eigentlich schon im März raus

    Die Schlichtungsbehörde muss jetzt entscheiden, ob die Kündigungen gültig sind.

    Im Dezember 2024 haben über 200 Mieter die Kündigung erhalten. Grund dafür ist laut der neuen Eigentümerschaft eine nötige Totalsanierung, die drei der sechs Sugus-Blöcke betrifft.

    Zunächst hiess es, die Bewohner müssen bereits bis Ende März raus. Mittlerweile wurde die Frist auf Ende September verlängert.

    Kommentare

    User #2325 (nicht angemeldet)

    Ich hatte auch eine Leerkündigung. Konnte es mir nicht leisten zu prozeßieren. Da sieht man wieder, wer Geld hat..

    User #4198 (nicht angemeldet)

    Und am Schluss wollen diese Ökos auch keine Miete bezahlen

    Weiterlesen

    Häuser
    1'272 Interaktionen
    Rauswurf
    zürich massenkündigung
    48 Interaktionen
    Sugus-Wohnblöcke
    a
    1'266 Interaktionen
    Massenrauswurf

    Mehr aus Stadt Zürich

    ehc kloten
    Weiter Schlusslicht
    GC YB Abrashi
    21 Interaktionen
    0:2 gegen YB
    Zürich
    396 Interaktionen
    Gewaltorgie in Zürich
    FC Zürich FC Thun
    22 Interaktionen
    4:2-Sieg