Stadt Zürich

    ETH Zürich lässt US-Fragebogen zu Forschungsprojekt unbeantwortet

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die ETH Zürich weigert sich, einen US-Fragebogen zu beantworten. Die Konsequenzen sind unklar.

    eidgenössische technische hochschule zürich
    Die ETH Zürich beantwortet den US-Fragebogen zu einem geförderten Projekt nicht – die Folgen sind unklar. (Archivbild) - keystone

    Die ETH Zürich hat entschieden, einen Fragebogen aus den USA zu einem mit US-Geldern unterstützten Forschungsprojekt nicht zu beantworten. Ob dies Konsequenzen für die US-Förderung hat, ist offen.

    Einen entsprechenden Bericht von Radio SRF vom Freitagmittag bestätigte die Medienstelle der ETH Zürich in einer Stellungnahme, die der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt.

    Die ETH Zürich begründet ihren Entscheid, den US-Fragebogen nicht auszufüllen, damit, dass die verlangten Informationen in keinem Zusammenhang mit dem betreffenden Forschungsprojekt stünden. Zudem entspreche eine solche Berichterstattung nicht der üblichen wissenschaftlichen Praxis.

    Folgen des Nicht-Antwortens ungewiss

    Die ETH weiss nach eigenen Angaben nicht, welche Konsequenzen es haben könnte, den Fragebogen nicht auszufüllen. Um welches Projekt es sich handelt, sagt die ETH nicht. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump versucht mit Fragebögen an zahlreiche Universitäten herauszufinden, ob mit US-Geldern geförderte Projekte den politischen Vorgaben entsprechen.

    So wird in einigen Fragebögen gefragt, ob das Forschungsprojekt etwas mit Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion zu tun hat. Bei der ETH Lausanne sind laut dem Bericht von Radio SRF zwar noch keine Fragebögen aus den USA eingetroffen.

    Doch hätten sich in den letzten Wochen vermehrt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den USA bei der Hochschule beworben. Einige Bewerberinnen und Bewerber würden offen sagen, dass Trumps Politik ein Grund dafür sei.

    Kommentare

    User #5493 (nicht angemeldet)

    Bravo! Rückgrat und top Wissenschaft. Zwei wichtige Standbeine der Schweiz.

    User #4251 (nicht angemeldet)

    Ach wie mutig von der ETH - im Wissen darum, dass der eigene Staat sie weiter laben wird…

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