SRF-Schmitz tritt als Rappi-Speaker zurück

Pascal Schmitz tritt als Speaker der Rapperswil-Jona Lakers zurück. Als Grund gibt er alte Facebook-Posts an.

Das Wichtigste in Kürze
- Pascal Schmitz gibt das Amt als Stadion-Speaker der Rapperswil-Jona Lakers ab.
- Als Grund gibt er alte Facebook-Posts von sich an, die wieder ans Licht geholt wurden.
- Schmitz brachte die Zertifikatfälschung von Patrick Fischer ans Licht.
Pascal Schmitz tritt als Speaker der Rapperswil-Jona Lakers zurück. Dies teilt der Verein auf Facebook mit. Während 14 Jahren war er bei den Heimspielen des Vereins der Speaker im Stadion.
«Die Ereignisse der vergangenen Tage haben mich zu diesem Schritt bewogen», wird er in der Mitteilung zitiert. «Damit möchte ich Schaden von den Lakers abwenden.»
Als Grund nennt er auch alte Facebook-Posts von sich, die 15 Jahre nach der Veröffentlichung wieder aufgetaucht waren. «Ich möchte mich aufrichtig bei allen Menschen entschuldigen, die von mir in diesen Posts beleidigt worden sind.»
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Pascal Schmitz steht am Ursprung der Enthüllungen der Zertifikatsfälschung von Hockey-Nationaltrainer Patrick Fischer. Der Trainer erzählte dem Moderator von «Schweiz aktuell» bei einem Mittagessen während Dreharbeiten, dass er das Impfzertifikat gefälscht hatte. Damit reiste der Impfskeptiker zu den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking.
Schmitz begann in der Folge eine Recherche und brachte ans Licht, dass Fischer wegen des Vergehens verurteilt und gebüsst wurde. Schliesslich beichtete er die Fälschung in einem Video öffentlich. Einige Tage später wurde er vom Verband als Natitrainer entlassen. Der Fall schlug schweizweit hohe Wellen.

Am Mittwochabend veröffentlichte die «Weltwoche» einen Artikel über Schmitz mit dem Titel «Petzer der Nation». Darin bezeichnet sie den Moderator als «Denunzianten» und wirft ihm Doppelmoral vor.
In alten Facebook-Posts beleidigte Schmitz unter anderem einen Fussballschiedsrichter rassistisch und lobte Mordfantasien. Zudem machte er sich über das Aussehen des einstigen SRG-Generaldirektors Roger de Weck lustig. Auch sonst verfasste er vor rund 15 Jahren immer wieder beleidigende Posts.
In ihrer Mitteilung schreiben die Rapperswil-Jona Lakers, dass sie am Dienstag über den bevorstehenden Artikel informiert worden seien. Erst nach der Veröffentlichung habe man sich dann ein Bild über die Tragweite des Inhalts machen können. «Die Lakers begrüssen deshalb nach Vorliegen des Artikels den Entscheid von Pascal Schmitz.» Der Verein verurteilt die Äusserungen Schmitz' «aufs Schärfste».





