Zürcher SVP fordert Deutschtest vor der Einschulung

Im Kanton Zürich sollen Kinder vor der Einschulung künftig einen Deutschtest ablegen müssen. Kinder mit ungenügenden Deutschkenntnissen sollen zunächst in spezielle Klassen kommen. Dies fordert die SVP in einem Vorstoss im Kantonsrat.

Der Vorstoss ist Teil eines Vorstoss-Pakets zur Zuwanderung, welches die Partei demnächst im Zürcher Kantonsrat einreichen will. Mit den Vorstössen sollen die Folgen der «Zuwanderungskrise» im Kanton Zürich bekämpft werden, wie die SVP des Kantons Zürich am Montag mitteilte.
Zur Feststellung der Deutschkenntnisse fordert die Partei kantonal einheitliche Tests. Kinder, die das vorgegebene Niveau nicht erreichen, sollen speziellen Deutsch-als-Zweitsprache (DaZ) Regelklassen zugeteilt werden. Nach Erreichen des Mindestniveaus sollen sie in eine Regelklasse umgeteilt werden.
Im aktuellen System werden Kinder mit ungenügenden Deutschkenntnissen den Regelklassen zugeteilt und erhalten ergänzend dazu DaZ-Unterricht.
Die SVP erhofft sich von der vorgeschlagenen Änderung, dass das Bildungsniveau in den Regelklassen steigt und die DaZ-Ressourcen wirksamer eingesetzt werden können.
Ein weiterer Vorstoss, den die Partei am Montag ankündigte, fordert, dass in der Kriminalstatistik nicht nur ausgewiesen wird, wie viele Ausländerinnen und Ausländer unter den Beschuldigten sind, sondern auch, wie viele Eingebürgerte.
Der dritte und letzte Vorstoss schliesslich will erreichen, dass für die Sitzzuteilung im Kantonsrat nicht die Zahl der Einwohnenden in den Wahlbezirken, sondern sie Zahl der Stimmberechtigten massgeblich ist.





