Zürcher Stadtrat verteidigt Vorgehen bei Asylunterkunft in Leimbach

Der Zürcher Stadtrat hat in seiner Antwort auf eine Anfrage im Gemeinderat die Kritik an der Umwandlung des ehemaligen Gesundheitszentrums in Leimbach in eine Asylunterkunft zurückgewiesen. Die Sanierung der Liegenschaft sei unumgänglich.

Als im Mai vergangenen Jahres die Schliessung des Gesundheitszentrums für das Alter (GFA) Leimbach per Ende November bekanntgegeben wurde, lebten dort noch 28 Seniorinnen und Senioren. Damit war nicht einmal mehr ein Drittel der 90 zur Verfügung stehenden Plätze belegt. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort des Stadtrats auf eine Anfrage im Gemeinderat hervor.
«Dem Stadtrat ist sehr wohl bewusst, dass ein Umzug für Bewohnende belastend ist», hiess es weiter in der Antwort. Die Bewohnenden seien beim Umzugsprozess durch die Mitarbeitenden begleitet worden. Bewohnerinnen und Bewohnern, die einen guten Kontakt untereinander hatten, wurde angeboten, gemeinsam in ein anderes GFA zu wechseln.
Eine Alternative zur Schliessung des GFA gab es laut Stadtrat nicht. Dass in dem Gebäude mit Baujahr 1977 in absehbarer Zeit eine Sanierung nötig wird, die nicht im bewohnten Zustand umgesetzt werden kann, war seit einiger Zeit klar.
Im Quartier sorgte jedoch nicht nur die Schliessung des GFA für Kritik, sondern vor allem auch die angekündigte Nutzung als Asylzentrum. Voraussichtlich ab dem Sommer dieses Jahres soll es als Unterkunft für bis zu 250 Personen dienen.
Der Quartierverein Leimbach lancierte daraufhin eine Petition, die anstelle der Asylunterkunft eine «sozial-ökonomisch verträgliche» Zwischennutzung forderte. Dies, weil im Quartier bereits heute relativ viele Asylsuchende leben würden.





