Stadt Zürich

    Zürcher Stadtparlament will kein synthetisches Eisfeld

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Die Stadt Zürich soll Kunsteis gegenüber synthetischem Eis bevorzugen. Der Gemeinderat überwies am Mittwoch ein Postulat, das dessen Verzicht im Sportzentrum Heuried gefordert hatte. Allerdings knüpfte er den Einsatz an Bedingungen.

    Synthetisches Eis ist günstiger und umweltfreundlicher als Kunsteis. Dennoch wollten mehrere Parteien im Stadtzürcher Parlament darauf verzichten. (Symbolbild)
    Synthetisches Eis ist günstiger und umweltfreundlicher als Kunsteis. Dennoch wollten mehrere Parteien im Stadtzürcher Parlament darauf verzichten. (Symbolbild) - KEYSTONE/PETER KLAUNZER

    Der Einsatz von synthetischem Eis entspreche weder den Bedürfnissen des Vereinssports noch der Bevölkerung, schrieben SP, FDP, SVP und Mitte/EVP in ihrem Vorstoss. Zu einer attraktiven Sportförderung, sowohl für den Breitensport als auch für die allgemeine Bevölkerung, gehöre eine Infrastruktur, die qualitativ den Anforderungen des Sports entspreche.

    Anjushka Früh (SP) erklärte den Vorstoss damit, dass Eisflächen in Zürich dringend benötigt würden. «Qualitativ ist das synthetische Eis dem Kunsteis aber deutlich unterlegen», sagte sie. In Rapperswil-Jona habe ein Versuch dies gezeigt.

    Es sei noch zu früh für den Wechsel, sagte Roger Bartholdi (SVP), das synthetische Eis sei «unbrauchbar», auch für Anfänger. Künstliches Eis brauche zwar viel Energie. Doch das synthetische Eis produziere viel Mikroplastik, «das ist auch nicht gut für die Umwelt». Wichtig sei, dass die Menschen das Eis nutzen.

    Die GLP mache sich schon lange für synthetisches Eis stark, sagte Ann-Catherine Nabholz. Dieses habe kaum Energieverbrauch und sei klimafreundlich. Die Struktur sei auch nicht für Profis vorgesehen.

    Martin Busekros (Grüne) versuchte, eine Textänderung einzubringen. Die Abwärme des Kunsteises solle genutzt werden, Wenn dies nicht gehe, solle synthetisches Eis bevorzugt werden. Die Postulanten nahmen diese an.

    Für Michael Schmid (AL) sind die romantischen Zeiten vorbei: «Eissportarten haben keine Zukunft, es wird immer wärmer». Wenn das synthetische Eis nicht gut genug sei, solle es gar kein Eisfeld geben.

    Der Gemeinderat überwies das geänderte Postulat mit 91 zu 20 zu Stimmen. Der Stadtrat muss prüfen, ob das Kunsteis unter diesen Bedingungen realisierbar ist.

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