Stadt Zürich

Zürcher Justizdirektorin fordert neue Ansätze bei Leihmutterschaft

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) fordert neue Ansätze beim Umgang mit Leihmutterschaft. So seien etwa die Rechte der Kinder oft schwierig zu gewährleisten. In der Schweiz ist Leihmutterschaft verboten, dennoch nehmen die Fälle zu.

Jacqueline Fehr
Die Zürcher Justizdirektorin Jacqueline Fehr (SP) fordert neue Ansätze beim Umgang mit Leihmutterschaft. - keystone

Zwar müsste das eidgenössische Parlament über die Rechtsfragen entscheiden. Doch im Alltag würde ein Urteil des Bundesgerichts bestimmen, wie in der Schweiz mit Leihmutterschaftsfällen umgegangen werde, sagte Markus Stoll vom Zürcher Gemeindeamt an einem Mediengespräch am Montag.

Trotz Verbot zählte der Kanton in diesem Jahr schon 18 Fälle von Leihmutterschaft, im vergangen Jahr waren es 27. Die Behörden gehen auch von einer grösseren Dunkelziffer aus. Die Wunscheltern einigen sich mit Leihmüttern in den USA oder etwa auch in der Ukraine. Doch wenn die Kinder in die Schweiz kommen, stellen sich Probleme. Eltern würden etwa die Herkunft des Kindes verschleiern oder die genetische Abstammung lasse sich nicht eindeutig nachweisen.

Das Gemeindeamt gewichtet aber das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung hoch. Justizdirektorin Fehr sieht politischen Handlungsbedarf, «die politischen Regelungen sind ungenügend.» Denn in Zukunft werde es eher mehr Leihmutterschaften geben, auch wegen Fortschritten bei der Fortpflanzungsmedizin.

Erst kürzlich sorgte der deutsche CDU-Politiker Jens Spahn für Schlagzeilen, weil er und sein Mann ihr Kind dank einer Leihmutter aus dem Ausland bekamen. In Deutschland ist Leihmutterschaft verboten, auch die CDU lehnt sie ab. Spahn trat als Fraktionschef ab.

Kommentare

User #3544 (nicht angemeldet)

Die Leihmutterschaft ist in der Schweiz verboten. Weshalb sind Importleihmutterschaften trotzdem so etwas wie ..erlaubt?

User #3960 (nicht angemeldet)

Wir brauchen keine Leihmutterschaft - es gibt genug Kinder! Und es gibt zu viele Menschen auf der Erde!

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