«Schmeckt ein wenig nach Badran»: Jositsch probiert bei Büsser «LSD»

Daniel Jositsch probiert bei Stefan Büsser einen angeblichen LSD-Filz. Darauf: ausgerechnet Jacqueline Badran.
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Das Wichtigste in Kürze
- Stefan Büsser bietet Daniel Jositsch in «Late Night Switzerland» einen angeblichen LSD-Filz an.
- Darauf ist ausgerechnet Jacqueline Badran abgebildet.
- Jositsch probiert das Filzli und sagt: «Der schmeckt ein wenig nach Badran.»
- Büsser klärt gegenüber Nau.ch auf: «Das war natürlich ein harmloser Filz.»
LSD im SRF. Das gab es bisher wohl höchstens in Wissenschaftsbeiträgen.
Bei Stefan Büsser (41) schafft es der Stoff am Sonntagabend nun bis in die Late Night Show. Zumindest auf den ersten Blick.
Zu Gast ist der Zürcher Ständerat Daniel Jositsch (61). Büsser hält ihm ein kleines Stück Papier hin und erklärt, er habe da etwas für ihn.

Auf dem Filz ist ausgerechnet Jacqueline Badran (64) abgebildet.
Echte Badran Filzli sorgen für Aufsehen
Die Idee kommt nicht von ungefähr. Genau solche LSD-Filzli mit dem Gesicht der Zürcher Nationalrätin sind derzeit tatsächlich in der Drogenszene unterwegs.

Im August sorgten sie schweizweit für Schlagzeilen. Das Drogeninformationszentrum der Stadt Zürich hatte ein Exemplar analysiert und davor gewarnt. Gemessen wurden 180 Mikrogramm LSD. Damit war der Filz hoch dosiert.
Nun liegt also auch bei Büsser ein Badran Filzli auf dem Tisch.
«Ich würde mal eines anbieten», sagt der Moderator zu Jositsch. Nur: Weiss der überhaupt, was man damit macht?
Offenbar nicht. «Es sieht spannend aus, was machen wir mit dem?», fragt Daniel Jositsch.
Büsser hilft nach. Der Filz komme auf die Zunge. Jetzt wird auch Jositsch etwas skeptisch. «Ist das gut für die Sendung, wenn ich nachher unter LSD stehe?»
Kurz beschäftigt ihn sogar die rechtliche Seite. «Und wie ist das so mit der Polizei und ...?», fragt der Strafrechtsprofessor.
Büsser scheint weniger Bedenken zu haben. Er nimmt seinen Filz kurzerhand selbst in den Mund. Jositsch tut es ihm gleich.
«Das schmeckt ein wenig nach Badran»
Lange braucht Jositsch für seine Geschmacksanalyse nicht. «Das schmeckt ein wenig nach Badran», stellt er fest.
Ein durchaus spezielles Wiedersehen mit seiner ehemaligen Parteikollegin.
Denn politisch sind Jositsch und Badran nicht gerade als Traumpaar aufgefallen. Als die Zürcher SP ihrem bisherigen Ständerat im Mai die Unterstützung für eine erneute Kandidatur verweigerte, rückte ausgerechnet Badran als mögliche Nachfolgerin in den Vordergrund. Wenig später verliess Jositsch die SP.

Badran bezeichnete ihn im damaligen Streit unter anderem als «Möchtegern Alphamännchen». Und jetzt hat Jositsch sie quasi auf der Zunge.
Auch Büsser scheint sein Filzli nicht ganz ohne Folgen zu überstehen. Er sehe plötzlich Cédric Wermuth vor sich, scherzt er.
Jositsch bleibt davon verschont. «Nein, den sehe ich jetzt gar nicht.»
Jositsch hat doch Drogenerfahrung
Ganz abgeschlossen ist Büssers Drogentest damit noch nicht. Er will von Daniel Jositsch wissen, ob dieser schon Erfahrung mit Drogen habe.
«Nein, überhaupt keine», sagt der Ständerat.
Wobei, ganz stimmt das offenbar nicht.

«Zählt für Sie Alkohol auch als Droge?», fragt Jositsch. «Weil dann hätte ich Erfahrung.»
Büsser greift den Ball sofort auf und fragt, ob Daniel Jositsch bei seinem Ja zur Neutralitätsinitiative vielleicht nicht ganz nüchtern gewesen sei.
«Nein, ich glaube nicht», antwortet Jositsch.
Kein LSD auf dem Filz
Aber was hat Jositsch da eigentlich wirklich auf die Zunge gelegt? Nau.ch fragt bei Stefan Büsser nach. Die Antwort kommt schnell: «Das war natürlich ein harmloser Filz.»

Auch den Ursprung des Badran Filzlis verrät der Moderator. Mit der Zürcher Drogenszene hatte die Sendung nichts zu tun.
«Das hat unsere Requisite gemacht», sagt Büsser.
Daniel Jositschs erster LSD Trip im Fernsehen fällt damit aus. Jacqueline Badran hatte er trotzdem im Mund.




