Zürcher Gemeinderat ist gegen Kredit für barrierefreie Spielplätze

Der Stadtzürcher Gemeinderat hat am Mittwoch auf einen Kredit für barrierefreie Spielplätze verzichtet. Er vertraut darauf, dass der Zugang für alle auch anders machbar ist.

Der Stadtrat schrieb in seinem Bericht von dutzenden Massnahmen, die bereits getroffen werden. So würden etwa Spielgärten hindernisfrei gebaut oder befahrbare Wege zu den einzelnen Spielbereichen.
Zudem verwies der Stadtrat darauf, dass bei Neu- und Umbauten diverse Normen für hindernisfreie Bauten angewendet würden. Das Ziel, den Zugang möglichst allen zu ermöglichen, könne demnach auch ohne fixe Kredite oder exakt nach dem Leitfaden «Spielplatz für alle» umgesetzt werden. Der Kredit würde auch weniger als zwei Millionen Franken beantragen und gar nicht in die Kompetenz des Gemeinderats fallen.
Dem Gemeinderat, der die Motion 2023 mit 58 zu 55 Stimmen überwiesen hatte, reichte der Bericht des Stadtrats aus. Einstimmig schrieben sie die Motion ab und akzeptierten die Weisung. Mitunterzeichnerin Tanja Maag (AL) sprach von einer eindrücklichen Auflistung an Massnahmen. Tamara Bosshardt (SP) ergänzte, dass auch die zuständige Kommission gegen zusätzlichen Verwaltungsaufwand sei.
Die Motion hatte Nationalrat Islam Alijai (SP) in seiner Zeit als Gemeinderat eingegeben. Er ist auf den Rollstuhl angewiesen und wies damals darauf hin, dass er seine Kinder oft nicht habe auf den Spielplatz habe begleiten können.






