Zürcher Bürgerliche ergreifen Referendum wegen Sterbehilfe

Die Zürcher Bürgerlichen haben das Behördenreferendum gegen den Gegenvorschlag des Kantonsrates zur Sterbehilfe in Alters- und Pflegeheimen ergriffen. Auch die Initiative selber lehnen sie ab.

SVP, FDP, EVP und EDU argumentieren, dass heute schon in über 90 Prozent der Alters- und Pflegeheime assistierter Suizid möglich ist, wie sie gemeinsam mitteilten. Ein flächendeckender Zwang für alle Heime sei deshalb unverhältnismässig.
Der Kantonsrat beschloss Ende März einen Gegenvorschlag zur Volksiniatitive «Selbstbestimmung am Lebensende auch in Alters- und Pflegeheimen». Dieser sieht vor, Sterbehilfe in allen Altersheimen und Spitälern zuzulassen. Psychiatrien und Justizvollzugsanstalten bleiben jedoch ausgenommen.
Entworfen wurde er von SP, GLP, Grünen, Mitte und AL. Die Initiative selber, lanciert von den Sterbehilfeorganisationen Exit und Dignitas, will Sterbehilfe auch in Psychiatrien, Gefängnissen und ambulanten Praxen zulassen. Der Abstimmungstermin steht noch nicht fest.






