Stadt Zürich

Zihlmann (FDP): «Zürcher Lehrpersonen verdienen bereits sehr gut»

Claudio Zihlmann
Claudio Zihlmann

Zürich,

Die Zürcher Lehrpersonen gehören zu den bestbezahlten der Schweiz. Claudio Zihlmann hält im Gastbeitrag weitere Lohnerhöhungen deshalb für den falschen Weg.

Claudio Zihlmann, Fraktionspräsident FDP Kantonsrat Zürich.
Claudio Zihlmann, Fraktionspräsident FDP Kantonsrat Zürich. - zVg

Die Arbeit der Lehrpersonen ist anspruchsvoll und verdient Anerkennung. Gleichzeitig gehört zu einer ehrlichen Debatte auch der Blick auf die heutigen Löhne. Der Kanton Zürich bezahlt seine Lehrpersonen bereits heute sehr gut.

Gemeinsam mit Genf liegt Zürich schweizweit an der Spitze. Eine Primarlehrperson verdient beim Berufseinstieg rund 100'000 Franken pro Jahr. Damit liegt sie deutlich über vielen anderen Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern mit Hochschulabschluss.

Auch im Vergleich mit unseren Nachbarkantonen sind die Unterschiede beträchtlich. Je nach Funktion liegen die Zürcher Einstiegsgehälter rund 12'000 bis 18'000 Franken höher. Bei den Maximallöhnen beträgt der Unterschied sogar bis zu 30'000 Franken.

Lehrpersonen
Zihlmann: «Weitere pauschale Lohnerhöhungen für jährlich 83 Millionen Franken sind der falsche Weg.» (Symbolbild) - keystone

Die Änderung des Lehrpersonalgesetzes würde diese Löhne nun nochmals erhöhen. Kanton und Gemeinden müssten dafür jedes Jahr rund 83 Millionen Franken zusätzlich bezahlen. Angesichts der bereits bestehenden Spitzenlöhne ist das schwer zu rechtfertigen.

Entscheidend ist aber auch, dass diese Millionen die tatsächlichen Probleme im Schulalltag nicht lösen. Die Lehrpersonen werden nicht von administrativen Aufgaben entlastet.

Sie erhalten keine zusätzliche Unterstützung im Klassenzimmer und auch nicht mehr Zeit für ihre pädagogische Arbeit. Die Vorlage macht einen anspruchsvollen Arbeitstag lediglich besser bezahlt, aber nicht weniger belastend.

Wie stimmst du beim Lehrpersonalgesetz ab?

Wertschätzung für Lehrpersonen ist wichtig. Sie sollte sich jedoch nicht allein in immer höheren Löhnen ausdrücken. Zürich bietet bereits heute attraktive Gehälter. Nun braucht es gezielte Reformen, die den Arbeitsalltag konkret verbessern und auch den Schülerinnen und Schülern zugutekommen.

Weitere pauschale Lohnerhöhungen für jährlich 83 Millionen Franken sind der falsche Weg. Deshalb stimme ich am 27. September Nein zur Änderung des Lehrpersonalgesetzes.

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Claudio Zihlmann (*1989), Fraktionspräsident FDP Kantonsrat Zürich.

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