Winterthur kann Waldstück auf Ackerland aufforsten

Die Winterthurer Stimmberechtigten haben Ja zum Gestaltungsplan für die geplante Kläranlagenerweiterung gesagt. Damit kann die Stadt ein Stück Wald, das abgeholzt werden muss, auf Ackerland wieder aufforsten.

Die Stimmberechtigen nahmen den Gestaltungsplan mit einem Ja-Stimmenanteil von 78,6 Prozent an. Dafür waren 28'605 Winterthurerinnen und Winterthurer, dagegen 7788. Die Stimmbeteiligung lag bei 52,3 Prozent.
Landwirte hatten das Referendum gegen den Gestaltungsplan eingereicht. Sie wollten verhindern, dass 2,9 Hektaren Wald, der für die neuen Vorklärbecken und Sandfänge abgeholzt werden muss, auf fruchtbarem Ackerland wieder aufgeforstet wird.
Die Kläranlage an sich wurde bereits im Juni vom Winterthurer Stimmvolk gutgeheissen. Für 288 Millionen Franken kann die Stadt die örtliche Kläranlage modernisieren und erweitern. Die Anlage in Wülflingen soll mit dem Bevölkerungswachstum mithalten und künftig Mikroverunreinigungen herausfiltern.
Die Kläranlage Winterthur reinigt pro Jahr rund 20 Milliarden Liter Abwasser von mehr als 140'000 Menschen aus Winterthur und zwölf Gemeinden. Sie ist eine der zehn grössten Anlagen in der Schweiz.




