Stadt Zürich

    Stadtzürcher Parlament drängt auf Lösung für mittlere Konzertlokale

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Eine rasche Lösung gegen das Verschwinden von Konzertlokalen hat am Mittwoch das Stadtzürcher Parlament vom Stadtrat gefordert. Es befürchtet unisono, dass ein Teil der Zürcher Kultur verloren geht.

    X-tra
    Ab Sommer 2027 bleibt das X-tra geschlossen. Die wenigen Alternativen an mittelgrosse Konzertlokalen machen dem Parlament Sorgen. - keystone

    Selten war sich das Zürcher Parlament so einig. Am Mittwoch überwies es mit 115 Ja- und ohne Gegenstimme eine in ein Postulat umgewandelte dringliche Motion an den Stadtrat. Damit reagiert es auf den Stadtrat, dem ein direkter Kreditbeschluss für Hallen wie Komplex 457 oder X-tra zu verfrüht war.

    Wegen auslaufender Verträge droht ab Mitte 2027 eine drastische Knappheit an kleinen und mittleren Konzertlokalen. Damit drohen in Zürich Bühnen für 1000 bis 5000 Personen zu fehlen.

    «Es ist toll, dass es so viel verschiedene Musik gibt. Diese Auswahl soll auch in Zürich vorhanden sein», sagte Jonas Keller von der SP. Ohne mittelgrosse Locations hätte die Stadt Zürich jedoch ein Problem. Massnahmen müssten daher ergriffen werden.

    Grosse Bands spielten in kleinen Lokalen

    Auch Beat Oberholzer von der GLP sieht das so. Zwar entstünden ausserhalb von Zürich solche Konzertlokale, doch dürften diese in der Innenstadt nicht fehlen. «Der Stadtrat soll geeignete Mittel ergreifen, um dem Locationsterben entgegen zu wirken. Dem stimmte auch Karin Weyermann von Die Mitte zu.

    Stefan Urech von der SVP erinnerte an die Karriere der Band Hecht aus Zürich. Deren Karriere begann vor 100 Personen in einem kleinen Lokal. Inzwischen spielt Hecht im Stadion Letzigrund vor ausverkauftem Haus. Es sei wichtig, dass eine Band wachsen könne. Dafür seien geeignete Grössen an Locations nötig.

    «Die Zeit drängt», betonte Tanja Maag von der AL. Weder X-tra noch das Komplex hätten einen neuen Standort gefunden. Gleichzeitig laufe die Planung für 2027 bereits auf Hochtouren. Der Stadtrat müsse daher unbedingt hinter die Bücher gehen und bestehende Standorte prüfen.

    Der Stadtrat sei bereit, einen Mix von Massnahmen zu prüfen. Er nehme das Anliegen ernst, sagte Stadtrat Daniel Leupi (Grüne).

    Die Stadt muss nun prüfen, wie sie Spielstätten für 1000 bis 5000 Besucherinnen und Besucher sichern und Kulturanbieter bei der Raumsuche unterstützen kann.

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