Stadt Zürich

AL übergibt dem Zürcher Stadtrat Liste mit Business Apartments

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Zürich,

Die AL hat dem Zürcher Stadtrat am Mittwoch eine lange Liste mit Business Apartments und kommerziellen Airbnb übergeben. Über 2200 Adressen trug die linke Partei zusammen. Seit dem 1. September können solche Wohnungen der Stadt gemeldet werden.

Die AL will gegen kommerzielle Airbnb und Business Apartments vorgehen. Beim Zürcher Stadtrat macht die Partei nun Druck. (Archivbild)
Die AL will gegen kommerzielle Airbnb und Business Apartments vorgehen. Beim Zürcher Stadtrat macht die Partei nun Druck. (Archivbild) - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Ziel ist es, diese Wohnungen dem lokalen Wohnungsmarkt zurückzugeben, wie die AL am Mittwochabend mitteilte. Der ehemalige AL-Gemeinderat Niklaus Scherr übergab Hochbauvorsteher Tobias Langenegger (SP) die Liste. Scherr startete 2009 den Kampf gegen die «Zweckentfremdung von Wohnungen für touristische und Business-Zwecke» mit einer Motion.

Mit der vom Bundesgericht bestätigten Teilrevision der Bau- und Zonenordnung (BZO) muss die Bauherrschaft mit dem Baugesuch die Mietdauer der Wohnnutzung deklarieren. Auch für Nutzungsänderungen, etwa wenn eine Wohnung in ein Business-Apartment umgewandelt wird, ist ein Baugesuch erforderlich – auch wenn keine baulichen Massnahmen erfolgen.

Befristet vermietete Wohnungen dürfen nicht mehr dem vorgeschriebenen Mindestwohnanteil angerechnet werden, wenn sie regelmässig gewerblich für weniger als ein Jahr vermietet werden.

Stadt schafft Stellen für Bearbeitung

Laut der Stadt sind viele Vorbereitungsaufgaben bereits erfolgt. Nun wird mit der Erfassung und Bearbeitung der Anzeigen sowie der Prüfung der Baugesuche auf die neue Vorschrift hin gestartet. Mit der langen Liste der AL dürften die Mitarbeitenden der Stadt bereits einiges zu tun haben.

Wegen des grossen öffentlichen Interesses an Kurzzeitvermietungen rechnet der Stadtrat insbesondere zu Beginn mit zahlreichen Anzeigen. Deshalb bewilligte er für deren Bearbeitung mit einem dringlichen Nachtragskredit fünf zusätzliche Vollzeitstellen für drei Jahre. Diese sollen im vierten Quartal 2026 zur Verfügung stehen.

Die AL sieht sich durch die Stadt bestätigt und anerkennt, dass «der politische Wille zweifellos vorhanden» sei, die kommerziell genutzten Wohnungen wieder in den regulären Wohnungsmarkt zurückzuführen.

Kommentare

User #3161 (nicht angemeldet)

Denunziantentum hält wieder Einzug wie in der DDR und in den 40/50 er Jahren. Die Linken sind viel schlimmer als die Rechten. Keine Toleranz, keine Akzeptanz sondern Anti Demokratische Staatsüberwachung und -Lenkung. Deshalb nie mehr nach Zürich.

User #4119 (nicht angemeldet)

die Alternative Liste (AL – Alternative Linke Zürich) war klar und entschieden gegen die 10-Millionen-Initiative, heisst wenn noch 2 millionen kommen hats genug wohnungen AL?

Mehr aus Stadt Zürich

Zürich
Logiernächte
Zürich

Mehr aus Zürich

kilchberger schnupf polizisten
287 Interaktionen
«Kritisch»
biomet
19 Interaktionen
Bis 580 Stellen
Bettina Balmer
70 Interaktionen
Bettina Balmer