Nina Fehr Düsel: «Ich war ganz und gar kein Lückenbüsser»

SVP-Nationalrätin Nina Fehr Düsel soll in «Late Night Switzerland» Ersatzgast gewesen sein. Sie sei schon im Juni angefragt worden, so Fehr Düsel.
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Das Wichtigste in Kürze
- Anna Rosenwasser hat ihren TV-Auftritt laut eigenen Angaben bereits Mitte August abgesagt.
- Büssers Team habe zweieinhalb Monate Zeit gehabt, einen anderen Gast zu finden.
- SVP-Nationalrätin Nina Fehr Düsel trugt sich den Auftritt schon lange zuvor in die Agenda ein.
Anna Rosenwassers Rückzug von «Late Night Switzerland» sorgt für Schlagzeilen. Nun meldet sich die SP-Nationalrätin selbst zu Wort. In einem Instagram-Reel stellt sie klar: Ihre Absage kam nicht kurzfristig, sondern bereits Mitte August.
«Ich habe gedacht, ich erzähle euch kurz, wie es wirklich gewesen ist», sagt Rosenwasser.
«In Form einer freundlichen E-Mail»
Stefan Büsser habe sie im Sommer im Bundeshaus angesprochen. Ihre erste Reaktion? Eine spontane Zusage.

Doch dabei blieb es nicht. «Habe dann gemerkt, es stimmt für mich doch nicht», erklärt Rosenwasser. Sie habe ihre Zusage «in Form einer freundlichen E-Mail» wieder zurückgezogen.
Das war laut der Nationalrätin zweieinhalb Monate vor der Sendung. «Meine Absage ist Mitte August passiert.»
Von einer kurzfristigen Absage kann demnach keine Rede sein.
Der «Sonntagsblick», der zuerst darüber berichtete, verschwieg gestern Sonntag, dass Rosenwasser es sich bereits im August anders überlegte. Nachträglich wurde es im Online-Bericht ergänzt.
«Sie ist nicht eingesprungen»
Besonders stört sich Rosenwasser an der Darstellung ihrer Nachfolgerin auf Büssers Sofa. In Schlagzeilen werde Nina Fehr Düsel als kurzfristiger Ersatz präsentiert.
Dagegen hält die SP-Politikerin fest: «Sie ist nicht eingesprungen.»
Und weiter: «Stefan Büsser und sein Team hatten zweieinhalb Monate Zeit, jemand anders anzufragen. Sie haben sich für Nina Fehr Düsel von der SVP entschieden.»
Für Rosenwasser ist klar: Zwischen ihrem Rückzug und dem Auftritt der SVP-Nationalrätin lag genügend Zeit für die Gästeplanung.
Rosenwasser stellt die Geschlechterfrage
SVP-Nationalrätin Nina Fehr Düsel bestätigt, am Sonntag nicht eingesprungen zu sein. «Ich war ganz und gar kein Lückenbüsser», sagt sie zu Nau.ch. Sie sei für die Show bereits im Juni angefragt worden.
Stefan Büsser habe sie in der Sommersession im Bundeshaus angefragt. «Ich sagte zu und trug den 1. November in meine Agenda ein.»
Auch habe sie Freunde und Familie informiert. «Von Anna Rosenwasser war nie die Rede gewesen.»
Fehr Düsel: «Hätte Gelegenheit erst recht genutzt»
Sie habe den Auftritt am Sonntagabend genossen und auch sehr viele positive Reaktionen bekommen, sagt Fehr Düsel.
«Wenn ich Anna Rosenwasser gewesen wäre, hätte ich die Gelegenheit erst recht genutzt, mich mit Büsser zu duellieren.» Die Idee sei ja gerade, dass sich Moderator und Politiker ein humorvolles Wortgefecht lieferten.

Doch die SP-Nationalrätin beschäftigt aktuell etwas anderes: die grosse Aufmerksamkeit für ihre Absage.
Rosenwasser fragt sich, ob die Absage eines Mannes ebenfalls für so viele Schlagzeilen gesorgt hätte. Schliesslich habe sie ihre Zusage für die Fernsehshow zweieinhalb Monate im Voraus zurückgezogen.
Ihre Antwort liefert Rosenwasser gleich selbst: «Ich glaube nicht.»
Rund 100 Publikumsgäste sagten ab
Die Gründe für ihren Rückzug hatte Rosenwasser zuvor erklärt. Ausschlaggebend sei Büssers Interview mit Luke Mockridge aus dem Jahr 2023 gewesen.
Eine Ex-Freundin hatte dem deutschen Komiker sexuelle Nötigung vorgeworfen. Das Verfahren wurde eingestellt.

Rosenwasser wollte Büssers Arbeit mit ihrem Auftritt dennoch nicht legitimieren, wie sie sagte.
Der Gästewechsel sorgte auch beim Publikum für Reaktionen. SRF bestätigte gegenüber Nau.ch am Sonntag: «Rund 100 Publikumsgäste haben daraufhin ihre Anmeldung zurückgezogen.»
Gleichzeitig seien ungefähr gleich viele neue Anmeldungen eingegangen. Die Plätze blieben also begehrt – auch ohne Rosenwasser.










